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Freitag, 23. Juni 2017 Drucken

Pirmasens: Kultur Regional

Von der Musik wachgeküsst

„Deep Green Sunset“ meldet sich nach einigen Jahren Pause auf der Bühne zurück – Mit neuen Liedern und dem neuen alten Sänger Michael Glöckner beim „S’Feschd“

Von Cynthia Schroer

„Deep Green Sunset“ 2017 sind (von links) Stephan Friedrich, Michael Glöckner, Dennis Köhler, Christoph Fröhlich, Sven Laubersheimer und Markus Ernst.

„Deep Green Sunset“ 2017 sind (von links) Stephan Friedrich, Michael Glöckner, Dennis Köhler, Christoph Fröhlich, Sven Laubersheimer und Markus Ernst. ( Foto: DGS/frei)

Die Crossover-Rock-Band „Deep Green Sunset“ („DGS“) ist zurück und gibt in neuer Besetzung am heutigen Freitag beim „S’Feschd“ im Pirmasenser Z1 ihr erstes Konzert.

„Deep Green Sunset“ entsteht im Jahre 1998, als fünf Schulfreunde mangels eigenen Proberaums im Jugendhaus des Internationalen Bundes in Pirmasens zusammen Musik machen und bei einer Probe von einem Gruppenleiter gefragt werden, ob sie auch vor Publikum einen Stock über dem Proberaum spielen würden. Die Jungs sagen zu und werden für die Ankündigung ihrer Gruppe nach dem Namen ihrer Band gefragt. Spontan fällt ihnen „Deep Green Sunset“. Die Gründungsmitglieder sind Michael Glöckner (Gesang), Christoph Fröhlich (Gitarre und Gesang), Sven Laubersheimer (Gitarre), Christoph Bastian (Bass), Dirk Müller (Schlagzeug) und Thorsten Lang (Keyboard). Im Laufe der Jahre ändert sich diese Formation. Schlagzeuger und Keyboarder verlassen im gleichen Jahr die Band und Markus Ernst übernimmt das Schlagzeug.

Bereits im Gründungsjahr spielen sie vor circa 1000 Zuschauern beim „RPR1 Christmas Rock“ in der Pirmasenser Messehalle vor Bands wie „Fool’s Garden“ und „Brings“. Im Jahre 2000 gründen sie gemeinsam mit Musikerfreunden aus Frankreich den deutsch-französischen Kulturverein „Aperock“, um auch in Frankreich auftreten zu können, da dies dort nur im Rahmen einer kulturellen Organisation möglich ist. Es folgten zahlreiche Konzerte ein Auftritt im Vorprogramm von Joe Cocker beim Festival „Rock im Wald“ in Erlenbrunn. Die Band spielt einen deutsch- und englischsprachige Crossover aus Metal-Elementen, melodiösen Gesangsteilen und Sprechgesang.

Zur Aufnahme, Produktion und Vertrieb ihres ersten Albums „Adrenalin“ in Eigenregie gründen die Musikers ein Jahr später ihr eigenes Platten-Label „Green Arts“ und stellen das Album im ausverkauften Quasimoto Pirmasens vor rund 600 Besuchern vor. Im Anschluss erreichen sie das „SWR3 Rockbuster“-Finale. 2003 präsentieren sie wieder im Quasimoto ihr zweites Album „Endlich raus“. Das erste Exemplar dieses Albums wird an das Comedy-Duo „Mundstuhl“ aus Frankfurt verkauft, noch bevor es offiziell auf dem Markt ist. Als die beiden Komiker nach einem Auftritt in Kaiserslautern von ihrem Hotel aus „DGS“ im Irish House auf der anderen Straßenseite spielen hören, beschließen sie, sich den Rest des Konzerts anzuhören. Noch im gleichen Jahr spielt „DGS“ erstmals vor einer Kulisse von 10.000 Menschen auf dem Zikomm-Festival im französischen Aix-en-Provence.

Als sich im Folgejahr die musikalischen Wege von Frontsänger Michael Glöckner und „DGS“ trennen, springt Dennis Köhler ein. Neben Auftritten wie bei bei Uni-Festen in München (2005) und Karlsruhe (2006) supporten die Musiker 2008 die „Emil Bulls“ bei ihrem Konzert in der Kammgarn in Kaiserslautern. 2008 erscheint auch das neue Album „Nova“.

Nach der langen Konzert-Phase und den vielen Auftritten wird es ruhig um die Band, da sich die Mitglieder dem Privatleben, der Familienplanung und beruflicher Weiterbildung widmen. Als der Bassist im Jahre 2015 die Band verlässt, tritt Stephan Friedrich an dessen Stelle und stellt im gleichen Jahr beim Konzert in der Pirmasenser Schwemme mit der Band Stücke vor, die in der Bühnenabstinenz entstanden sind.

Im Anschluss macht sich die Band daran, die neuen Lieder aufzunehmen. Aus einer geplanten EP wird aufgrund der vielen Songs ein ganzes Album. Der ehemalige Sänger Michael Glöckner kehrt Ende 2016 zur Band zurück, die nun mit Glöckner und Köhler über zwei Sänger verfügt.

In den vergangenen 19 Jahren hat die Band ihren Stil weiterentwickelt. Die Bandmitglieder selbst beschreiben ihren Stilwechsel als einen Prozess von Crossover/Nu Rock hin zum Alternative Rock. Die neuen Lieder sind schnörkelloser, gradliniger und die einzelnen Teile gehen fließender ineinander über, so die Musiker. Dennoch stammt alles unverkennbar aus der „DGS“-Feder mit deutschen und englischen Texten.

Auszüge der neuen Lieder werden demnächst zum Beispiel Facebook, YouTube, Instagram und Twitter veröffentlicht, wer aber nicht länger warten will, bekommt eine ausgiebige Kostprobe des neuen Albums bei dem Auftritt von „DGS“ am heutigen Freitag bei „S„Feschd“ im Z1. Hier werden die Musiker viele Lieder des Albums – neben einer großen Reise durch ihre Diskografie – zum ersten Mal mit sechsköpfigem Ensemble vorstellen. Die CD-Veröffentlichung und eine Tournee sind für Ende des Jahres geplant. Vorher wollen die Musiker den Liedern noch den nötigen Feinschliff verleihen.

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