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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Landkreis Südwestpfalz

Umbau der Trualbhalle kann beginnen

TRULBEN: Vorbereitung für Abriss des Anbaus – Quartierskonzept erstellt die Firma DSK – Borkenkäfer befällt Fichten

Von Bernd Danner

Der baufälligen Anbau (rechts) an der Trualbhalle wird abgerissen. Im Zuge des Umbaus zu einem Multifunktionszentrum wird der Bauhof an die Halle umziehen.

Der baufälligen Anbau (rechts) an der Trualbhalle wird abgerissen. Im Zuge des Umbaus zu einem Multifunktionszentrum wird der Bauhof an die Halle umziehen. ( Foto: Bernd Danner)

Die Arbeiten zum Umbau der Trualbhalle in ein Multifunktionszentrum sind angelaufen. Der Abriss des Anbaus hat bereits begonnen, informierte die zweite Beigeordnete Birgit Hunsicker in der Ratssitzung am Mittwoch. Das Gremium vergab die Planung der baulichen Maßnahmen einstimmig an das Architekturbüro Schmitt aus Mehlingen. Für die technische Gebäudeausrüstung ist das Planungsbüro Sappok/Stutterich aus Pirmasens zuständig.

Am 17. Dezember war der Zuwendungsbescheid für den Umbau bei der Verwaltung eingegangen. Der Zuschuss beläuft sich auf 756.000 Euro, nicht nur, wie irrtümlich berichtet, auf 156.000 Euro. Die Fördersumme beträgt 60 Prozent der Gesamtkosten des Vorhabens von 1,26 Millionen Euro. Der Bewilligungszeitraum läuft seit 8. November bis 30. Juni 2021.

Laut Hunsicker war die Zustimmung für den vorzeitigen Baubeginn bereits im Dezember bei der Verwaltung eingegangen. So wurde mit den Vorbereitungen für den Abriss des Anbaus an der Trualbhalle begonnen. Der Anbau wurde mit Bauzäunen gesichert, mit dem Ausräumen wurde begonnen und das Gebäude ist inzwischen stromlos. Schließlich wurde die Befestigung des Anbaus an der Halle gelöst, um eine weitere Beschädigung an der Hallenwand zu vermeiden.

Über einen Nachtragshaushalt muss die einstimmig beschlossene Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED in Trulben (ohne Hochstellerhof) finanziert werden. Die Maßnahme wird mit 30.256 Euro gefördert. Der Zuwendungsbescheid gilt vom 1. April 2019 bis 31. März 2020. 158.000 Euro wird die Maßnahme kosten. Der Austausch der 201 Leuchten beläuft sich auf 140.000 Euro. Der restliche Betrag entfällt auf das Honorar des Ingenieurbüros Karges aus Waldfischbach-Burgalben, das vom Rat mit der Planung und der Ausschreibung der Maßnahme beauftragt wurde.

Für die Erstellung des Energetischen Quartierskonzeptes haben drei angefragte Büros ihr Angebot abgegeben. Nach einer Vorstellungsveranstaltung am 10. Januar in der VG-Verwaltung hat sich die Trulber Steuerungsgruppe mit der Gemeindeführung und den beiden Fraktionsvorsitzenden auf das Büro DSK in Offenbach/Main festgelegt. Die Steuerungsgruppe hat das Büro mit der Erstellung des Quartierskonzeptes für 43.000 Euro beauftragt. Das Projekt wird mit 90 Prozent gefördert. Laut CDU-Fraktionsvorsitzendem Patrick Adrian, Mitglied der Steuerungsgruppe, legt das Ingenieurbüro DSK das Hauptaugenmerk auf Häuser. Das habe am besten zu Trulben gepasst.

Obwohl gerade erst verabschiedet, zeichnete sich ab, dass die im Entwurf der Forstwirtschaftsplans vorgestellten Ergebnisse – kalkuliert wurde mit einem Gewinn von 206 Euro (wir berichteten) – nicht zutreffen werden. Seit der Erstellung habe sich abgezeichnet, dass der starke Borkenkäferbefall bei Fichten auch vor Trulben nicht Halt macht. Betroffen ist das Gebiet oberhalb des Sportplatzes hin zum Franzosenkopf. Dort wurden bereits eine Fläche gefällt, das gewonnene Holz verkauft und die Fläche mit Ein-Euro-Jobbern kostenneutral aufgeforstet. Die Ende des Jahres angefallenen Arbeitskosten schlagen sich laut Revierleiter Michael Betz mit einem Minus im Forstwirtschaftsplan 2018 nieder. Durch den Holzverkauf steige aber voraussichtlich der Gewinn 2019.

Betz wies darauf hin, dass an der gleichen Stelle immer noch ein halber Hektar Fichtenwald vom Borkenkäfer befallen sei und gefällt wird. Dieser Hieb sei bei dem veranschlagten Einschlag von 275 Festmetern noch nicht enthalten. Die Wiederaufforstung soll abermals mit Ein-Euro-Jobbern umgesetzt werden.

Betz informierte, dass ein neues Forsteinrichtungswerk erstellt wurde, das für zehn Jahre gültig ist. Zusammen mit dem zuständigen Kollegen werde er das Einrichtungswerk dem Rat, gerne auch bei einer Waldbegehung, vorstellen. Der Rat muss dem Forsteinrichtungswerk zustimmen.

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