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Pirmasens

Pirmasens: Zwei Wochen Abi-Stress

von Birgit Oster

Die Spannung steigt: Abiturientin Lea Müller darf im Beisein von Schulleiterin Maria Zinßius vor den Abiturprüfungen am Kant-Gymnasium den versiegelten Umschlag des Ministeriums mit den Prüfungsfragen öffnen.

Die Spannung steigt: Abiturientin Lea Müller darf im Beisein von Schulleiterin Maria Zinßius vor den Abiturprüfungen am Kant-Gymnasium den versiegelten Umschlag des Ministeriums mit den Prüfungsfragen öffnen. ( Foto: Seebald)

Seit gestern laufen für 196 Schüler der drei allgemeinbildenden Gymnasien in Pirmasens die schriftlichen Abitur-Prüfungen. In Mathematik, Deutsch und den Fremdsprachen werden die Prüfungen, wie schon im Vorjahr, zentrale Aufgabenteile enthalten, die landesweit einheitlich sind.

54 Abiturienten sind in diesem Jahr am Leibniz-Gymnasium am Start. „Ein kleiner Jahrgang“, sagt Schulleiter Dieter Kallenbach. 44 von ihnen hatten gestern ihre erste Klausur. Den Abschluss machen am 24. Januar die Fächer Chemie und Physik, in denen an diesem Tag 18 Schüler geprüft werden. Den zentralen Teilen der Abituraufgaben blicken Schüler und Lehrer entspannt entgegen, wie der Schulleiter weiß. „Die Ergebnisse des letzten Jahres haben gezeigt, dass die Vorbereitungen gestimmt haben.“ Die Leistungen hätten sich im Vergleich zu den Vorjahren weder verbessert noch verschlechtert. „Gerade in den Fremdsprachen, wo Hör- und Textverständnisbestandteile mit aufgenommen wurden, geben die Prüfungen nun ein realistisches Bild“, meint er. Als einziges Gymnasium der Stadt bietet das Leibniz einen Informatik-Leistungskurs an. Der sei seit einigen Jahren Teil des Mint-Profils der Schule. „Viele dieser Schüler gehen später tatsächlich auch beruflich in diese Richtung“, sagt Kallenbach.

Hugo-Ball-Gymnasium

98 Abiturienten haben gestern am Hugo-Ball-Gymnasium mit ihren Prüfungen begonnen. Zum ersten Mal seien in diesem Jahr die Begys-Schüler (Begabtenförderung am Gymnasium mit Verkürzung der Schulzeit) dabei. Um ein Jahr wurde deren Schulzeit verkürzt. Sie legen das Abitur bereits nach zwölf Jahren ab, begründet Schulleiter Ulrich Klein die relativ hohe Zahl an Abiturienten. Bei der mündlichen Prüfung im März wird es eine weitere Premiere geben. „Zum ersten Mal können Schüler des Bilingualen Zweigs eine Prüfung in englischer Sprache ablegen“, so Klein. Gestern waren 56 Schüler der Geschichte-, Erd- und Sozialkunde-Leistungskurse gefragt. Sie konnten sich unter anderem entscheiden, ob sie das „Wahldebakel der SPD bei der Bundestagswahl“ anhand verschiedener Quellen analysieren und Fragen dazu beantworten – oder ob sie die Frage „Ist die Terror-Miliz Islamischer Staat am Ende?“ diskutieren. In Erdkunde standen die Themen „Herausforderungen der Entwicklungs- und Schwellenländer am Beispiel Pakistan“ und „Mecklenburg-Vorpommern, der Patient Deutschlands“ zur Auswahl. Die letzten schriftlichen Klausuren finden am Hugo-Ball-Gymnasium am 26. Januar statt.

Immanuel-Kant-Gymnasium

Am Immanuel-Kant-Gymnasium legen in diesem Jahr 44 Schüler ihr Abitur ab. „Ein an den Schülerzahlen gemessen eher schwächerer Jahrgang“, wie Oberstufenleiter Thomas Kuhn meint. Gestern ging es los mit Biologie und Chemie. „Der Biologie-Leistungskurs war mit 20 Schülern sehr groß, deswegen haben wir den gleich an den Anfang gelegt“, erläutert er. Den Abschluss am 24. Januar werden die Fächer Erdkunde und Sozialkunde bilden. Wie in den Jahren zuvor werden einige Schüler ihr schriftliches Abitur in Latein ablegen. „Auch wenn wir seit diesem Jahr Englisch als erste Fremdsprache anbieten, liegt der Schwerpunkt unserer Schule noch immer auf dem altsprachlichen Zweig“, so der Latein-Lehrer. Von Absolventen erhalte er dazu regelmäßig positive Rückmeldungen. „Es gibt nahezu in jedem Jahrgang Schüler, die sich für ein altsprachliches Studium entscheiden“, sagt Kuhn. Aufgrund des kleinen Jahrgangs stehen in diesem Jahr im Kant keine Prüfungen in Musik und Bildender Kunst an. „In den Folgejahren wird das wieder anders aussehen.“ Auch Kuhn berichtet, dass die zentralen Abitur-Bestandteile den Schülern im Vorjahr keinerlei Probleme bereitet hätten. „Im Gegenteil, sie kamen sehr gut damit zurecht“, sagt er. Die Vorbereitungen seien transparent verlaufen. „Für unsere Schüler gab es keine Überraschungen, das wird auch in diesem Jahr so sein“, ist sich Kuhn sicher.

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