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Montag, 18. Juni 2018 Drucken

Pirmasens

Pirmasens: Pfälzerwald-Marathon Thema im Stadtrat

Fraktion der Linken stellt Fragen zu neuem Konzept der Veranstaltung – Stadt: Alles in trockenen Tüchern

Von Michael Elig

Der Firmenlauf erfreut sich steigender Beliebtheit. Im vergangenen Jahr schnürten 1914 Läufer die Schuhe, so viele wie noch nie zuvor.

Der Firmenlauf erfreut sich steigender Beliebtheit. Im vergangenen Jahr schnürten 1914 Läufer die Schuhe, so viele wie noch nie zuvor. ( Foto: Elig)

Der Pfälzerwald-Marathon ist Thema der Stadtratssitzung am heutigen Montag (ab 15.15 im Sitzungssaal der Wasgauhalle). Frank Eschrich, Fraktionssprecher der Linksfraktion, hat einen 17 Punkte umfassenden Fragekatalog an Stadtbürgermeister Bernhard Matheis gerichtet, der vor allem die Logistik des Pfälzerwald-Marathons kritisch hinterfragt.

Fragen der Bewirtung und die Einnahmesituation stehen bei der Anfrage im Fokus. Ausrichter des sportlichen Großereignisses ist die Stadt Pirmasens, sportlicher Leiter ist FDP-Stadtratsmitglied Hartmut Kling. Auf RHEINPFALZ-Anfrage verweist Kling darauf, dass Adressat der Anfrage Eschrichs die Stadt Pirmasens ist. Die Pressesprecherin der Stadt, Talea Meenken, erklärte, die Ausrichtung der für 7. bis 9. September geplanten Laufveranstaltung sei in trockenen Tüchern.

 

„Ist es zutreffend, dass Ratsmitglied Kling als sportlicher Leiter des Pfälzerwald-Marathons angekündigt hat, diese Funktion niederzulegen, falls das Pirmasenser Endurance Team (ETP) erneut den Zuschlag für den Getränkeverkauf des Pfälzerwald-Marathons erhält?“, fragt Eschrich den Stadtvorstand vor dem Hintergrund, dass bisher das Endurance Team, das Kling bis zu seinem Rücktritt 2017 als Vorsitzender führte, viele Streckenposten besetzte und den Getränkeverkauf übernahm. Die Gewinne flossen anteilsmäßig in die Vereinskasse des kleinen Vereins, der sich inzwischen auch für sozial benachteiligten Kinder und Jugendliche engagiert. Die fehlenden Einnahmen wirkten sich nachhaltig negativ bei diesem sozialen Engagement aus.

Catering nicht mehr an einen Verein vergeben

 

Dazu heißt es in einer Presseerklärung der Stadt: „Wir haben entschieden, das Catering nicht mehr an einen Verein, zuletzt ETP, zu vergeben, der die Organisation des Caterings übernimmt, aber auch die Erlöse vereinnahmt. In diesem Jahr wird eine Gruppe Volunteers gegen eine Aufwandsentschädigung diese Aufgabe übernehmen“. Die Teilnehmerzahlen seien gestiegen und damit auch die Kosten, stellte Pressesprecherin Meenken fest. Dass das Catering dieses Jahr erstmals in Eigenregie durchgeführt werde, sei Ergebnis einer Diskussion im Nachgang der Veranstaltung 2017. Somit flössen die Erlöse künftig nicht in eine Vereinskasse, sondern an die Stadt als Veranstalter, die auch das Risiko etwaiger unterdurchschnittlicher Umsätze trage.

Überschüsse für Folgeveranstaltung

 

Zu Fragen Eschrichs, wohin die Einnahmen fließen, erklärt Meenken: „Die komplette finanzielle Abwicklung erfolgt über das Stadtmarketing. Die Schlussrechnung wird dabei unter Vorlage aller Zahlungsvorgänge mit der Kämmerei abgestimmt. Im Rahmen des Firmenlaufs wurde ein Euro des Laufbeitrags für einen sozialen oder gemeinnützigen Zweck gespendet“. Hieran werde sich auch 2018 nichts ändern. Grundsätzlich würden Überschüsse zur Kostendeckung der Folgeveranstaltung verwendet.

 

Am Einsatz von Volunteers, also freiwilligen Helfern, übt Eschrich Kritik mit dem Argument, 2017 sei eine von Kling geplante Triathlonveranstaltung auf dem Messplatz vorwiegend wegen nicht genügend Helfern abgesagt worden.

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