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Freitag, 08. Dezember 2017 Drucken

Pirmasens

Pirmasens: Große Pläne für das Hermann-Jakob-Haus

Von Klaus Kadel-Magin

Zum Schelp-Platz hin sollen nach dem Umbau Balkone angedockt werden.

Zum Schelp-Platz hin sollen nach dem Umbau Balkone angedockt werden. ( Foto: Seebald)

„Es hat einfach Stil.“ Architekt Markus Nikolaus ist begeistert vom früheren Hermann-Jakob-Haus am Robert-Schelp-Platz. Im kommenden Jahr soll das 900 Quadratmeter große Objekt umgebaut werden. 1,5 Millionen Euro will Nikolaus mit seinem Bauunternehmen Kombau in das Objekt investieren.

Das nach dem Krieg gebaute dreigeschossige Haus am Robert-Schelp-Platz beherbergte früher die Ledergroßhandlung Hermann Jakob, eine Anwaltskanzlei, den Internationalen Bund (IB) und zeitweise auch einen Teil der Stadtverwaltung, berichtet Nikolaus bei einer Führung. Für die Stadtverwaltung sei sogar ein innenliegendes Treppenhaus gebaut worden, um den Büroverkehr ohne das normale Treppenhaus abzuwickeln. Im Erdgeschoss findet sich zur Zeit noch die Lederhandelsfirma Hermann Jakob, die aber ausziehen werde. Dann gehört das Anwesen Nikolaus und seiner Frau Nicole Legrum-Nikolaus.

 

"Ich habe mich sofort verliebt"

 

An dem Objekt, in dem Büros, Praxen und zwei großzügige Wohnungen entstehen sollen, schätzt Nikolaus vor allem die Lage mitten in der Stadt mit 30 Parkplätzen hinter dem Haus und einem Ausblick, der noch besser sei als der, den die Hummel-Lofts in der Schwanenstraße bieten. In wenigen Minuten sei der Mieter mit dem Auto auf der B10 und zu Fuß am Exerzierplatz. „Ich habe mich sofort verliebt in das Haus“, schwärmt der Bauunternehmer. Er habe einen Energieausweis für das Gebäude erstellt und dabei das Haus kennengelernt.

Den Namen Hermann-Jakob-Haus wolle er beibehalten. „Was mich am meisten begeistert ist das Treppenhaus. Das hat einfach Stil“, erzählt Nikolaus. Das will er erhalten, wobei noch ein Aufzug eingezogen werden soll. Der vorhandene Lastenaufzug in dem Gebäude komme weg.

 

Neues Dach und Barrierefreiheit

 

Nach dem Umbau wird es ein neues Dach, höchste Energieeffizienz und Barrierefreiheit geben. Glasfaserkabel sollen nach dem Willen von Nikolaus Internet mit einer Geschwindigkeit von 1000 Megabit pro Sekunde in das Gebäude bringen. Alle Fenster werden dreifach verglast und nach vorne zum Schelp-Platz hin wünscht sich der Architekt Balkone.

 

Im Erdgeschoss ist Platz für zwei Büroeinheiten mit 115 und 145 Quadratmetern Fläche. Im Hof befindet sich noch eine große Garage mit Lager. Hinter dem Hof gibt es eine Freifläche, die dann exklusive und gesicherte Parkplätze für das Haus bieten werde. Das erste Obergeschoss ist auch noch für Büros oder Praxen vorgesehen, mit Einheiten von 150 und 170 Quadratmetern Nutzfläche. Und unter dem Dach sind die zwei Wohnungen mit etwa je 140 Quadratmeter Wohnfläche geplant. Der Dachraum unter den Spitzböden soll zu weiteren Wohnungen ausgebaut werden.

 

Ärzte, Anwälte und Steuerberater

 

Bei der Raumaufteilung sei er flexibel, sagt der Planer. Alle bisherigen Wände könnten entfallen und neu aufgeteilt werden. Der Architekt, der einst das Haus konzipierte, habe sehr gut gearbeitet, lobt Nikolaus. Auf den Plänen seien selbst die kleinsten Details genau verzeichnet. „Das war ein sehr guter Architekt.“

 

Ursprünglich hatte Nikolaus für das Erdgeschoss Gastronomie im Sinn. Das sei aber in Pirmasens ein schwieriges Thema. Nikolaus setzt also für die zwei unteren Geschosse auf Ärzte und Medizindienstleister, passend zum Medicenter, sowie Anwälte und Steuerberater. Die Klientel müsse aber passen zum Wert des Gebäudes und seiner „Traumlage“. Die ersten Interessenten seien bereits vorhanden.

 

Markus Nikolaus und seine Firma Kombau in Winzeln haben in Pirmasens unter anderem den Umbau der früheren Brill-Fabrik zu Büros in der Blumenstraße realisiert. In Lemberg will Nikolaus in der früheren Peter-Kaiser-Fabrik acht exklusive Loftwohnungen schaffen.

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