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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Pirmasens: Lokalsport

Pirmasens: 43. RHEINPFALZ-Stadtmeisterschaft im Hallenfußball

Vor einem Jahr: Winzelns Keeper Fabian Kölsch pariert im Halbfinale der RHEINPFALZ-Stadtmeisterschaft den Neunmeter von Marcus Ertel (SV Ruhbank) und sichert so seinem Team den Einzug ins Endspiel. Dort unterlag der TuS Winzeln dann dem FKP, dem er im Endrundengruppenspiel noch ein 2:2-Unentschieden abgetrotzt hatte. Morgen Abend treffen Winzeln und Ruhbank in der Vorrundengruppe A aufeinander. (Foto: Seebald)

Die Pirmasenser Fußballvereine tun wieder das, was sie seit 1977 jeden Januar tun: Sie treffen sich zur vom SV Erlenbrunn ausgerichteten RHEINPFALZ-Hallenstadtmeisterschaft. Am morgigen Freitag bestreiten in der Wasgauhalle sieben Mannschaften den ersten Vorrundenabend, nächsten Mittwoch folgt die Gruppe B mit sechs Teams – in beiden Gruppen erreichen die ersten vier die Endrunde am Freitag, 25. Januar.

TuS Winzeln: Schon in Halle trainiert

Während der PSV Pirmasens wegen Spielermangels seine Teilnahme an der Hallen-Stadtmeisterschaft absagte, bietet Vorjahres-Finalist TuS Winzeln gleich zwei Herren-Mannschaften auf. Darauf angesprochen, warum dies so ist, antwortet Falko Freyer, der Trainer der ersten Mannschaft: „Die Kameradschaft bei uns ist sehr gut. Es wird bei uns offen und ehrlich miteinander umgegangen, es gibt kein Theater, und es wird kein Geld gezahlt.“

Nach dem Abstieg aus der A-Klasse im vergangenen Mai benötigte der TuS Zeit, um sich zu sortieren. Doch insbesondere im letzten Drittel der Vorrunde zeigten die Winzler herausragende Leistungen und besiegten die Aufstiegskandidaten SV Hochstellerhof und SV Obersimten mit 4:0 und 10:1. Der Lohn: Winzeln überwintert hinter Münchweiler auf Position zwei der Tabelle. Wenn Freyer überhaupt etwas zu bemängeln hat, dann die zuweilen mangelnde Konstanz seiner Mannschaft.

Beim Trainingsauftakt am vergangenen Freitag versammelte sich bis auf zwei Spieler der gesamte Kader. Der Schwung der letzten Erfolge ist also nicht verebbt. Und weil die Wetterbedingungen es vorgaben, wechselte der TuS in die Halle, hat sich daher auf das Spiel mit diesem Untergrund und mit Rundum-Bande vorbereitet. Aber natürlich liege „das Hauptaugenmerk“ auf der B-Klasse-Rückrunde, wie Freyer anmerkt. Bei der Form der Winzler ist ein Einzug in die Endrunde der Stadtmeisterschaft sehr wahrscheinlich. 

SG Pirmasens: Tabellenletzter hat jetzt 25 Spieler

Die SG Pirmasens ist in der C-Klasse West mit sieben Punkten aus 19 Spielen und einem Torverhältnis von 19:90 Tabellenletzter. Und dennoch scheinen beim Ex-Verbandsligisten, der 2004 aus der A-Klasse, 2010 aus der B-Klasse abstieg und seither als beste Platzierung in der untersten Klasse einen achten Rang (2013) zu verzeichnen hat, wieder bessere Zeiten anzubrechen. Gleich zehn Spieler schlossen sich der Spielgemeinschaft in der Winterpause an. Sven Schäfer, Marcel Reith, Stefan Huber, Dominik Ankner, Denis Ladwig und Marko Gerlach kamen vom FC Hengsberg, Andreas Reitzel vom SV Erlenbrunn, Alexander Merk vom SV Gersbach und Sorian Lupaoe vom PSV Pirmasens. Dazu ein syrischer Asylant, Saad Alsbouh. „Wir verfügen derzeit über einen Kader von 25 Mann, von denen immer 19 bis 20 im Training sind“, berichtet SG-Vorsitzender Uwe Schwab und fügt hinzu: „Wir befinden uns in einem kleinen Aufwärtstrend.“ Insbesondere Lupaoe sei „eine absolute Verstärkung“. Der Spieler-Zustrom sei der anpackenden Art des 25-jährigen Spielertrainers Patrick Friedewald und dem neuen Spielleiter Kai Kreutzer verdanken. Schwab: „Die machen wirklich viel.“ Fürs Kicken gebe es an der Winzler Straße aber kein Geld, denn das habe die SG nun mal nicht. Das nächste Ziel ist, das Tabellenende zu verlassen. Mittelfristig wollen sich die Schwarz-Weißen mal wieder deutlich weiter vorne in der Tabelle platzieren. Schwab setzt dabei auch auf eine Belebung im Sportheim. Im Nebenraum der SG-Gaststätte wird bereits Billard gespielt, bald soll sich auch eine Dartmannschaft bilden. Morgen Abend in der Wasgauhalle sei die SG zwar krasser Außenseiter, doch hofft Schwab, unter die ersten vier der Vorrundengruppe A zu kommen: „Mit Disziplin können wir eine Überraschung schaffen.“ 

SV Ruhbank: „Futsal wäre Untergang“

SV Ruhbank stieg im Juni 2018 in die A-Klasse auf, ist daher nach dem FKP und dem FC Fehrbach die fußballerische Nummer drei in der 42-000-Einwohner-Stadt. „Wenn wir uns in der A-Klasse halten, wäre das der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte, denn Ruhbank war zwar schon mal in der A-Klasse, aber nur für eine Saison“, sagt SVR-Spielleiter Christian Ross. Drei Winter-Zugänge verzeichnet der SVR: Michael Held ist vom SV Hinterweidenthal zurückgekehrt, Tobias Brückner (19) kam vom SV Lemberg, Felix Stegner (18) von Fehrbachs A-Junioren. Die Gespräche mit Spielertrainer Vladislav Dimitrov (49) über eine Vertragsverlängerung laufen derzeit. Richtig fand Ross, dass Regionalligist FK Pirmasens und Landesligist Fehrbach bei der Auslosung als Gruppenköpfe gesetzt wurden. Ross. „Das hatte ich schon lange gefordert.“ Generell sollten sich die Vereine mit Ausrichter SV Erlenbrunn zusammensetzen, um über Änderungen zu beraten, die das Turnier mit der Rundum-Bande noch attraktiver werden lassen. In einem Punkt ist sich Ross sicher: „Futsal wäre der Untergang des Turniers.“ Zum aktuellen Turnier sagt Ross: „Die Spieler freuen sich sehr darauf. Es wäre eine schöne Sache, wenn wir uns für die Endrunde qualifizieren.“ 

FC Fehrbach: Lieber mit Lederball

Mit einem Mix aus Landesliga-, A-Klasse- und U19-Spielern tritt der FC Fehrbach zur Vorrunde bei der 43. RHEINPFALZ-Stadtmeisterschaft im Hallenfußball an. Zahlreiche Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft seien angeschlagen, beruflich verhindert oder hätten Angst, sich in der Halle zu verletzen, informiert Moritz Schuhmacher, der gemeinsam mit Johannes Krupp morgen das Hallenteam coacht. Aber auch so dürfte der FCF, der im Vorjahr in der Vorrunde den FKP mit 3:2 schlug, die Endrunde am Freitag, 25. Januar, erreichen.Schuhmacher schlägt für die Stadtmeisterschaft eine Änderung vor. „Meine Idee ist, auf einen Lederball umzusteigen“, sagt er. Sein Argument: Der Filzball sei zu rutschig und stelle auf dem eh glatten Boden in der Wasgauhalle die Spieler insbesondere aus unteren Klassen vor eine nur schwer zu lösende Aufgabe. Auf keinen Fall dürfe, so Schuhmacher, das Turnier, soll es nicht an Attraktivität verlieren, im vom Verband favorisierten Futsalmodus ausgetragen werden. Das Futsal-Regelwerk habe fast kein Spieler verinnerlicht.

FC Hengsberg: Steffen im Tor

Fast sechs Jahre war Peter Zipf Spielertrainer beim Fußballclub Hengsberg. Zum Saisonende verlässt er den Verein, um Trainer des ASV Glashütte zu werden. Zipf erlebte Höhen und Tiefen in Hengsberg, erreichte einmal die B-Klasse-Aufstiegsrunde. Wie bereits in der vorigen Saison läuft es auch heuer nicht wunschgemäß. Nach neun Siegen und zehn Niederlagen belegt der FCH mit 27 Punkten nur den neunten Tabellenplatz in der C-Klasse West. Die Erwartungen waren höher gewesen. „Wir wollen die Zeit mit Peter nicht missen, aber jetzt müssen wir den anstehenden Umbruch bewältigen“, sagt FCH-Spielleiter Christian Steffen. Es würden zurzeit Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten geführt, wobei auch eine interne Nachfolgeregelung möglich sei. Gleich fünf Spieler des bisherigen Kaders verließen in der Winterpause den Verein. Torhüter Hadi Al Shalabi und Nino Decker wechselten zum SV Gersbach, Sven Schäfer und Marcel Reith zur SG Pirmasens, Hans-Peter Schäfer ging zum SV Rot-Weiß Pirmasens. Nach Al Shalabis Weggang steht Steffen wieder beim FCH zwischen den Pfosten. Der gelernte Torhüter lief in der Hinrunde meist als Feldspieler auf. Neu in Hengsberg ist Fabian Ebelshäuser, der vom MTV Pirmasens kam. Zudem seien, so Steffen, einige Akteure reaktiviert worden. Bei drei weiteren neuen Spielern gebe es noch keine Einigung über die Ablösemodalitäten. Was die Stadtmeisterschaft betrifft, sagt Steffen: „Wenn wir einen guten Tag erwischen, ist diese Gruppe machbar.“ Die Hengsberger seien absolut kein Punktelieferant, „denn wir stellen eine gute Mannschaft“. 

TuS/DJK: Zugänge und Bauvorhaben

„Im Juni sollen die Bagger rollen.“ Das wünscht sich Wolfgang Sammel, der Spielleiter des TuS/DJK Pirmasens. „Die TuS“ wandelt ihren großen Hartplatz in ein Rasenspielfeld um. Wo der für seine umfangreiche Jugendarbeit bekannte Verein in der kommenden Saison seine „Heimspiele“ austrägt, ist noch offen. Die Stadt Pirmasens soll diesbezüglich helfen. Zum Sportlichen: Mit 48 Punkten überwintert der TuS/DJK hinter dem dem SV Gersbach (52) und dem TuS Erfweiler (50) auf Platz drei in der C-Klasse Ost. Da die beiden Erstplatzierten direkt aufsteigen, ist die Rückkehr in die B-Klasse machbar. Ein neuer Spielertrainer für die kommende Runde ist – wie berichtet – bereits verpflichtet: Vom SV Ruhbank kehrt Wadim Rytikov zurück. Morgen Abend spielt Rytikov noch mal für Ruhbank gegen den TuS/DJK. Ganz neu sind beim TuS/DJK die vom PSV gewechselten Steven Palm und Mahmod Kalash. Zudem kommt der erst 18-jährige Torwart Liviu Trosin zum TuS/DJK zurück, und Johannes Wagner (zuletzt FC Rodalben) schnürt nach einem Jahr Pause seine Fußballschuhe nun für den TuS/DJK. Ex-Regionalliga-Verteidiger Timo Helfrich beendete zwar sein Engagement als PSV-Spielertrainer und ist nun wieder beim TuS/DJK, wo er einst mit dem Kicken begann, wird aber nach Sammels Worten in den nächsten Wochen und Monaten noch pausieren, um sich ganz seiner kaufmännischen Ausbildung zu widmen. Dem aktuellen Team des TuS/DJK fehle es, so Sammel, noch an Erfahrung. Rytikov und Palm seien zwei Akteure, die der jungen Mannschaft helfen könnten. Morgen soll es „mindestens Platz vier“ werden. 

VfB: „Super Aktion von Oli“

Wohl nur ganz wenige Zocker würden darauf wetten, dass der VfB Pirmasens die Endrunde der Stadtmeisterschaft erreicht. Schließlich ist das einstige Landesliga-Gründungsmitglied nach 19 Spieltagen mit null Punkten und 1:188 Toren Tabellenletzter der C-Klasse Ost. „Spaß haben, fair verhalten und vielleicht einen Punkt holen“, gibt Steffen Braunert, Torhüter und Trainer des VfB, das Ziel für morgen Abend vor. Schon jetzt bastelt er an einer Mannschaft für die kommende Saison. Diese soll dann deutlich mehr Qualität haben. Es mangelt den Kickern aus dem Stadtteil Schachen jedoch nicht nur an Qualität, sondern auch an Quantität. Diese Saison bekam der VfB einige Male keine elf Mann für ein Punktspiel zusammen, trat aber trotzdem an. Das Lob der Gegner für die Standhaftigkeit und den Durchhaltewillen des VfB tue zwar gut, aber: „Ich war 30 Jahre Ringer und bin ehrgeizig – damit gebe ich mich nicht zufrieden“, zeigt sich Braunert kämpferisch und gibt das Lob an einige Gegner zurück. So habe TuS/DJK-Trainer Oliver Rau, als der VfB nur acht Akteure, „darunter vier AH-Spieler über 40 Jahre“, aufbot, beim Stand von 3:0 nach einer Viertelstunde reagiert und zwei Spieler vom Feld geholt, so dass dann acht VfBler neun TuSlern gegenüberstanden. Braunert: „Das war eine super Aktion von Oli!“ Der TuS/DJK gewann auch so mit 16:1. Beim C-Ost-Hallenturnier erreichte der VfB sensationell ein Unentschieden gegen Freiluft-Tabellenführer SV Gersbach und erbrachte damit den Nachweis, zumindest unterm Dach für zehn Minuten mithalten zu können. Das gibt dem VfB Hoffnung für morgen Abend. 

 

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