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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Pirmasens: Kultur Regional

Perfekt gespachtelte Eindrücke

Bachmann-Schlafkultur-Galerie zeigt Gemälde des Franzosen Bernard Douay – Vernissage heute 19 Uhr

Von Klaus Kadel-Magin

Bernard Douay liebt Postkartenansichten als Motiv.

Bernard Douay liebt Postkartenansichten als Motiv. ( Foto: Kadel-Magin)

Der Pirmasenser Bettenhändler und Galerist Werner Bachmann hat die elsässische Kunstszene für sich und seine Galerieräume in der Ringstraße entdeckt. Bernard Douay aus Weißenburg zeigt seine farbenfrohen Ansichten aus Frankreich und Kuba. „Liberté“ hat er die Ausstellung betitelt. Die Vernissage beginnt heute 19 Uhr.

Der frühere Polizist stammt aus Arras in der Nähe von Lille und lebt seit 35 Jahren im Elsass. Seit nunmehr 20 Jahren widmet er sich ausführlich der Malerei und hier speziell der Ölmalerei, die er inzwischen mit Lehrgängen in Straßburg und viel Übung zu einer gewissen Meisterschaft entwickelt hat. Bernard Douay arbeitet hauptsächlich mit der Malspachtel und pflegt einen Malstil, wie er seit den 50er Jahren vor allem von Malern touristischer Sehenswürdigkeiten gerne gepflegt wird. Die Übergänge sind perfekt fließend. Gebäude und Personen heben sich plastisch durch die aufgespachtelte Farbe ab.

Die in der Bachmann-Schlafkultur-Galerie gezeigten Gemälde bestechen durch ihren Detailreichtum und das Licht, das von ihnen auszugehen scheint. Der 1953 geborene Maler schafft es mit dem an sich groben Werkzeug des Malspachtels eine schöne Lebendigkeit in die Bilder zu packen.

Die Motive findet Bernard Douay auf seinen Reisen. Paris, der Mont St. Michel, Venedig oder Kuba sind die in der Ringstraße hauptsächlich zu sehenden Motive. Dazu kommen Straßenszenen, die so typisch französisch wirken, dass es fast schon klischeehaft wird. Die Wolkenformationen über den Häusern und Landschaften sind fantasievoll interpretiert und in der Realität wohl nie so zu finden. Es soll eben eine Malerei sein, die Empfindungen des Malers wiedergibt.

Besonders beeindruckt scheinen den Künstler die vielen Schrottautos längst vergangener Epochen zu haben, die offenbar in Kuba in der Landschaft stehen. Mehr als ein halbes dutzend dieser Reiseimpressionen sind in der Ausstellung zu finden.

Auf einem Gemälde unternimmt Bernard Douay einen Ausflug in den Surrealismus und zeigt einen Jungen auf einem Ball, der in den Himmel zu springen scheint.

Sein Atelier hat der frühere Polizist übrigens direkt an der deutsch-französischen Grenze zwischen Weißenburg und Schweigen-Rechtenbach gefunden.

Öffnungszeiten

Bis 9. März montags bis freitags von 9.30 bis 12 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr sowie samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr.

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