Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Pirmasens: Kultur Regional

New York – Los Angeles – Pirmasens

Das „Mozart Piano Quartet“ spielt auf den großen Bühnen der Welt – Am 27. Januar ist es zu Gast in der Pirmasenser Festhalle

Von Helfried Steckel

Peter Hoerr, Mark Gothoni, Hartmut Rohde und Paul Rivinius (v. li.) sind das „Piano Mozart Quartet“.

Peter Hoerr, Mark Gothoni, Hartmut Rohde und Paul Rivinius (v. li.) sind das „Piano Mozart Quartet“. ( Foto: Archiv)

Seinen Auftritt als Dirigent der Kammeroper München in der Oper „Cosi fan tutte“ im Dezember in Pirmasens musste Nabil Shehata absagen. Nun aber gastiert er als Kontrabassist mit dem „Mozart Piano Quartet“ in der Festhalle.

Seinen Auftritt als Dirigent der Kammeroper München in der Oper „Cosi fan tutte“ im Dezember in Pirmasens musste Nabil Shehata absagen. Nun aber gastiert er als Kontrabassist mit dem „Mozart Piano Quartet“ in der Festhalle. ( Foto: Stephan Zwickirsch/frei)

Die Mozartgesellschaft lädt zu ihrem ersten Kammerkonzert im neuen Jahr ein, das am Sonntag, 27. Januar, um 18 Uhr in der Pirmasenser Festhalle stattfindet. In Kooperation mit dem städtischen Kulturamt spielt das „Mozart Piano Quartet“ mit den Musikern Paul Rivinius (Klavier), Mark Gothoni (Violine), Hartmut Rohde (Viola) und Peter Hoerr (Violoncello). Auf dem Programm stehen Mozarts Klavierquartett g-Moll KV 478, „Barcarolle“ von Camille Saint-Saens und Franz Schuberts „Forellenquintett“, zu dem der Kontrabassist und Dirigent Nabil Shehata hinzukommt.

„Kurz, leicht, popular“ so sollte das erste Klavierquartett von Mozart nach den Wünschen seines Verlegers sein, geeignet für die „großbürgerlichen und adeligen Dilettanten“. Mozart hat seinen Verleger enttäuscht und eines der schönsten, für die Musiker auch ein anspruchsvolles Quartett geschrieben, das in der Hitliste seiner Kammermusik weit oben steht.

Ganz anders steht es mit der „Barcarolle“ op.109 von Saint-Saens. In diesem interessanten Quartett verwendete der Komponist ursprünglich das Harmonium anstatt der Bratsche, was er zehn Jahre später änderte, da das Harmonium aus der Mode gekommen war. Das populärste Werk des Abends ist sicher Schuberts „Forellenquintett“, das mit seiner ungewöhnlichen Besetzung und Unbeschwertheit zum Schönsten gehört, was Schubert in der Kammermusik hinterlassen hat. Nicht zuletzt trägt auch der Variationen-Satz über das Lied „Die Forelle“ zur Popularität bei.

Das im Jahr 2000 gegründete „Mozart Piano Quartet“ vereint vier internationale Solisten und Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter des ARD-Wettbewerbs München, des Deutschen Musikwettbewerbs, des Scheveningen International Competition und des Naumburg Competition, New York.

In Nord- und Südamerika nahm das „Mozart Piano Quartet“ bereits innerhalb weniger Jahre einen festen Platz in der Konzertszene ein. So reist das Ensemble regelmäßig zu Konzerten nach New York (Lincoln Center und Frick Collection), Washington (Library of Congress), Los Angeles, Chicago, Montreal, Philadelphia, Boston, Baltimore sowie nach Mexico, Peru, Kolumbien und Brasilien ebenso wie zu Festivals und Konzerten in ganz Europa. Im September 2018 erhielt das „Mozart Piano Quartet“ den „Opus Klassik“, den Nachfolgepreis von „Echo Klassik“.

Paul Rivinius, der Pianist des Quartetts, ist in Pirmasens kein Unbekannter, war er doch in mehreren Konzerten als Solist und Kammermusikpartner unter anderem von Julian Steckel zu hören. Als Mitglied des „Clemente Trio“ gewann er den ARD-Wettbewerb in München und konzertierte als Rising Star in den wichtigsten Konzertsälen der Welt. Von 2002 bis 2010 unterrichtete er als Professor für Kammermusik an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin. Der Finne Mark Gothoni machte sich als Solist und Kammermusiker auf allen Kontinenten einen Namen. Auch ist er Erster Geiger des „Orpheus Quartetts“ und unterrichtet als Professor an der Universität der Künste in Berlin. Hartmut Rohde ist einer der gefragtesten europäischen Bratschisten, der mit Musikern wie Heinrich Schiff, Janine Jansen, Ulf Hoelscher und Antje Weithaas zusammengearbeitet hat. Er unterrichtet ebenfalls als Professor an der Universität der Künste in Berlin und ist Gastprofessor und Ehrenmitglied an der Royal Academy of Music in London. Der Cellist und Dirigent Peter Hörr gründete vor 18 Jahren als leidenschaftlicher Kammermusiker das „Mozart Piano Quartet“. Mit 23 Jahren wurde er Professor für Violoncello und Kammermusik an der Hochschule der Künste in Bern. Seither gibt er als gefragter Pädagoge Meisterklassen auf allen Kontinenten und lehrt derzeit an der „Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy Leipzig“.

In Schuberts „Forellenquintett“ gibt es ein Wiedersehen mit Nabil Shehata, der sowohl als Kontrabassist als auch als Dirigent der Staatsphilharmonie bereits in Pirmasens aufgetreten ist. Er war Solokontrabassist der Berliner Philharmoniker, unterrichtet als Professor an der Münchener Musikhochschule und ist Chefdirigent der Münchener Kammeroper, mit der er 2017 in Pirmasens in „Charley’s Tante“ zu erleben war.

Infos

Karten gibt es für 14 (ermäßigt sieben) Euro im Pirmasenser Kulturamt, Telefon 06331/842352, sowie an der Abendkasse.

Pirmasens-Ticker