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Dienstag, 12. März 2019 Drucken

Landkreis Südwestpfalz

Mit Varoufakis als Zugpferd nach Europa

Hauenstein: Maria Font kandidiert auf der Liste „Demokratie in Europa“ – Umwelt erhalten eine Herzenssache

Von Willy Schächter

Maria Font

Maria Font ( Foto: Willy Schächter)

Am Sonntagabend äußerte sich der griechische Politiker Yanis Varoufakis in der ARD-Talk-Runde von Anne Will engagiert zum Thema „Mehr EU oder mehr Nationalstaat ?“ Er bekannte sich zu einem demokratischeren und sozialeren Europa. Der Ökonom – europaweit bekannt geworden in der Griechenland-Krise – ist Spitzenkandidat der deutschen Liste „Demokratie in Europa“ für die Europawahl am 26. Mai. Auf Platz 13 dieser Liste kandidiert die Hauensteinerin Mariana Font.

„Meine Beweggründe, mich auf die deutsche Liste setzen zu lassen, liegen nach meiner persönlichen Grundüberzeugung in den Zielen von ,Demokratie in Europa’“, sagte Mariana Font (50) der RHEINPFALZ. Die paneuropäische Bewegung wurde 2016 gegründet und setzt sich für die Armutsbekämpfung, den Klimawandel, gegen Menschenverfolgung und für Chancengleichheit der Menschen in Europa ein.

„Demokratie in Europa“ berufe sich auf ihrer deutschen Liste auf Varoufakis. Er sei als ehemaliger Finanzminister unter Ministerpräsident Alexis Tsipras – keine sechs Monate lang im Jahr 2015 – „ein bekanntes Zugpferd von hohem politischen Gewicht“ und hatte in der Griechenland-Krise vor einigen Jahren immer wieder im Fokus europäischer Politik gestanden. Sie kenne Varoufakis persönlich und sei von seiner zutiefst europäischen Gedankenwelt überzeugt. Die Erhaltung der Umwelt, wie sie vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und auch sozialpolitisch von der globalisierungskritischen Nichtregierungsorganisation Attac postuliert werde, sei für sie eine Herzensangelegenheit, so Font.

Sie beschäftige sich seit Jahren ehrenamtlich „mit Passion und Überzeugung“ in allen Bereichen, die mit demokratischen und sozialpolitischen Fragen für wirtschaftlich schwächere Menschen im Zusammenhang stehen. Sie wolle nicht nur Probleme ansprechen und thematisieren, sondern sich aktiv einbringen.

Font sieht die Bewegung „links der Mitte“ angesiedelt. Das Beispiel von Regierungschef Orban in Ungarn zeige, dass „unser derzeitiges Europa noch nicht demokratisch genug ist“. „Wir kämpfen für eine demokratische verfassungsgebende Versammlung für Europa und auch für eine spürbare Stärkung auf der lokalen und regionalen Ebene, für ein rechtsverpflichtendes Lobbyregister und ein übernationales gleichberechtigtes Wahlrecht“, zählt sie die wichtigsten Ziele von „Demokratie in Europa“ auf. „Wir sind von unserer Struktur, ganz anders. ,Demokratie für Europa’ finanziert sich ausschließlich über Mitgliederbeiträge, dadurch schotten wir uns gegen jegliche Lobbyabhängigkeit ab“, sagt sie.

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