Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Freitag, 15. März 2019 Drucken

Landkreis Südwestpfalz

Kanalarbeiten führen zu Behinderungen

Das Petersberger Abwasser soll künftig in der Kläranlage Rodalben gereinigt werden. Im November war Baubeginn für die Verlegung der Leitungen. Jetzt erreichen die Arbeiten das Viadukt an der Abfahrt B 270 zur Kreisstraße Richtung Petersberg. Die K 17 wird ab Montag gesperrt. In den nächsten Wochen wird es auch zur halbseitigen Sperrung der B 270 kommen.

Von Andrea Daum

Die Arbeiten, um künftig die Abwässer aus Petersberg in der Kläranlage Rodalben zu entsorgen, sind im Gange. Jetzt muss die K 17 in Richtung Petersberg gesperrt werden, weil die hinter dem Eisenbahnviadukt auf der linken Straßenseite verlaufende Abwasserleitung und die in Richtung Rodalben weiterführende Leitung verbunden werden müssen. Dazu wird die Straße unter dem Viadukt aufgegraben. Wird in einigen Wochen die B 270 gequert, wird der Verkehr einseitig laufen und mittels Ampelschaltung geregelt.

Die Arbeiten, um künftig die Abwässer aus Petersberg in der Kläranlage Rodalben zu entsorgen, sind im Gange. Jetzt muss die K 17 in Richtung Petersberg gesperrt werden, weil die hinter dem Eisenbahnviadukt auf der linken Straßenseite verlaufende Abwasserleitung und die in Richtung Rodalben weiterführende Leitung verbunden werden müssen. Dazu wird die Straße unter dem Viadukt aufgegraben. Wird in einigen Wochen die B 270 gequert, wird der Verkehr einseitig laufen und mittels Ampelschaltung geregelt. ( Foto: Andrea Daum)

„Wir gehen mit der Leitung in Höhe des Betonmischwerkes unter der B 270 durch“, erklärt Werkleiter Joachim Becker. Wann genau die Bauarbeiten so weit sind, dass die Ampelregelung auf der B 270 greift – diese wird während der Querungsphase halbseitig gesperrt –, „lässt sich derzeit noch nicht genau sagen. Aber es wird in den nächsten Wochen soweit sein. Wenn die Bohrungen laufen, wird das schnell gehen“, kündigt Becker an.

Der Werkleiter ist mit dem bisherigen Verlauf der Bauarbeiten zufrieden. „Wir liegen im Zeit- und Kostenplan, trotz des teilweise nassen Winters“, sagt er. Rund 2,5 Millionen Euro wird das Projekt kosten; vergeben sind bisher Aufträge im Wert von zwei Millionen Euro.

Die sogenannte Freispiegelleitung ist auf einer Länge von 1,6 Kilometern zwischen der Kläranlage in Petersberg und dem Eisenbahnviadukt bereits verlegt. Freispielegelleitung heißt, dass das Gefälle auf der Strecke so groß ist, dass das Abwasser nicht gepumpt werden muss, sondern einfach talwärts fließt.

Grund für die Vollsperrung der K 17 ab Montag ist, „dass wir jetzt die Straße beim Eisenbahnviadukt mit der Leitung queren“, erläutert Becker. Die Leitung liegt bis an den Pfeiler heran. Nun muss die Straße aufgebrochen werden. Quer durch die Straße wird die Leitung verlegt, um den Platz – von der B 270 aus gesehen rechts – vor dem Viadukt zu erreichen. Dort entstehen technische Anlagen wie Staukanal, Pumpwerk und Schieberbauwerke. Ab hier muss das Abwasser bis Rodalben gepumpt werden, weil kein Gefälle mehr vorhanden ist. Die Pfalzwerke errichten eine Trafostation, um die Energie für den Transport des Abwassers bereitzustellen. Auch dieser Auftrag ist vergeben.

Parallel ist ein zweiter Bautrupp schon dabei, die Arbeiten vorzubereiten, um die Pumpendruckleitung von diesem Platz am Viadukt in Richtung Rodalben weiterzuführen. „Die Firma schweißt bereits die PE-Leitung“, erläutert Becker (PE: Polyethylen, ein Kunststoff). Das geschieht vor Ort. Mittels Spülbohrverfahren – dazu muss kein großer Graben ausgehoben werden – wird diese Leitung parallel zur B 270 verlegt, bis zur Höhe des Betonmischwerks. Eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl erfordert, denn in diesem Bereich verläuft eine 110-Kilovolt-Leitung der Pfalzwerke. „Dann müssen wir unter der B 270 durch“, erklärt Becker.

Ist die andere Seite der B 270 erreicht, gibt es eine kleine Änderung gegenüber dem ursprünglichen Plan. Die Leitung verläuft nun auf dieser Seite der Rodalbe bis zur Höhe der Kläranlage. Erst dort werden die Rodalbe und erneut die Bahnlinie gekreuzt. Ursprünglich war vorgesehen, Bach und Bahn schon früher zu kreuzen und die Leitung dann entlang der L 497 (Biebermühle-Rodalben) zur Kläranlage zu führen. „Die neue Lösung erspart Kosten“, erläutert Becker.

Notwendig sind diese Arbeiten, weil die Nano-Membran-Kläranlage in Petersberg, ein Pilotprojekt, nicht funktionierte und der Anschluss an die Kläranlage Rodalben im Vergleich zum Neubau einer Kläranlage in Petersberg die wirtschaftlichere Lösung ist. Die bisherige Kläranlage in Petersberg bleibt erhalten. Am bisherigen Nitrifikationsbecken wird die neue Leitung angeschlossen.

Pirmasens-Ticker