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Mittwoch, 28. November 2018 Drucken

Landkreis Südwestpfalz

Größeres Wunder als ein Sechser im Lotto

Von Michael Elig

Eindeutig Vierlinge (Reihenfolge ohne Gewähr): Liah, Malea ...

Liah und Malea... (Reihenfolge ohne Gewähr) ( Foto: Kalina)

... Luan ...

... Luan ... ( Foto: Kalina)

... und Jonah.

... und Jonah. ( Foto: Kalina)

Lorena Acker und Torsten Kalina sind glückliche Eltern von Vierlingen – Alle sind wohlauf

Ist es wahrscheinlicher, einen Sechser im Lotto zu erzielen oder Vierlinge zu bekommen? Torsten Kalina und seine Lebensgefährtin Lorena Acker haben keinen Sechser im Lotto, aber sie sind stolze Eltern von Vierlingen.

Am Montag, 12. November, erblickten die Vierlinge Liah, Malea, Luan und Jonah in der Homburger Uniklinik das Licht der Welt. Die Mädchen Liah und Malea (eineiig) sind ebenso wohlauf wie ihre Brüder Luan und Jonah (ebenfalls eineiig). Auch der glücklichen Mutter Lorena Acker und, nicht zu vergessen, Vater Torsten Kalina geht es hervorragend. Lorenas achtjährige Tochter Lara freut sich sehr auf ihre vier Geschwister.

"Überglücklich und voller Glück, dass alle gesund sind"

Zwischen 13.43 Uhr und 13.46 Uhr kamen die Vierlinge per Kaiserschnitt zur Welt und brachten zwischen 1300 und 1600 Gramm auf die Waage. Alle vier haben seither gut zugenommen und wiegen zwischenzeitlich zwischen 1700 und 1900 Gramm.

„Überglücklich und voller Glück, dass alle vier gesund zur Welt gekommen sind“, so beschreibt der stolze 47-jährige Vater Torsten Kalina seine erste Reaktion, als die Ärzte signalisierten, dass alles planmäßig verlaufen ist. „Bei Beginn der Schwangerschaft gingen wir zunächst von Drillingen aus, erst später hat man uns dann gesagt, dass es Vierlinge sind“, erzählt Lorena.

Während die 31-Jährige im Ronald-McDonald-Haus in unmittelbarer Nähe zur Kinderklinik weilt, erledigt der Vater die zahlreichen Behördengänge. „Es ist ganz lustig, denn einige Formulare sind für vier Kinder auf einmal gar nicht geschaffen“, hat er festgestellt. Derzeit liegen drei der vier Neu-Clauser noch im Inkubator, einem Brutkasten. Luan, der Zweitjüngste, aber immerhin eine Minute älter als seine jüngere Schwester Malea, liegt seit Montag bereits im eigenen Wärmebettchen. Alle vier werden derzeit noch über eine Magensonde ernährt, seien aber fleißig am Üben, Milchfläschchen alleine zu trinken. „Wir sind zuversichtlich, dass wir Weihnachten daheim in Clausen feiern können“, ist die Vorfreude auf die Heimkehr bereits jetzt riesengroß.

Neunsitzer statt Kombi

Groß ist auch das mediale Interesse an dem außergewöhnlichen Ereignis. Am Mittwochabend ab 22.15 Uhr werden die Vierlinge in der RTL-Sendung „Stern TV“ inklusive einer Liveschaltung zu sehen sein. Die Vierlinge werden also im zarten Alter von gerade mal zwei Wochen einem Millionenpublikum bekannt.

Der Alltag im Hause Kalina und Acker wird sich indes schlagartig ändern. Der gelernte Industrie- und Anlagenmechaniker wird einige Wochen Elternzeit in Anspruch nehmen. „Danach geh’ ich aber wieder arbeiten, einer muss ja schließlich das Geld verdienen“, erzählt er augenzwinkernd. Die im eigenen Haus eingerichteten zwei Kinderzimmer reichen nicht, nach dem Motto „aus zwei mach vier“ wird jetzt umgebaut. Auch ein neues Auto musste her. Der bisherige Kombi ist einem Neunsitzer gewichen. Das sind nur einige der Themen, die eine Familie, die Vierlinge hat, beschäftigen.

"Familienplanung abgeschlossen"

Die erste Spendenaktion lief bereits am 11. November, also ein Tag vor der Geburt. Ein Babybasar, dessen Erlös der Familie zufließt, war ein voller Erfolg. Bei aller Freude über den vierfachen Familienzuschlag auf einen Streich, stellt Vater Torsten doch fest: „Für mich ist die Familienplanung damit abgeschlossen.“

Übrigens: Ein Sechser im Lotto ist immer noch unwahrscheinlicher als die Geburt von Vierlingen, selbst wenn sie alle aus einem Ei wären. Aber die Vierlinge sind das größere Wunder.

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