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Freitag, 08. Februar 2019 Drucken

Pirmasens

„Es wird immer schlimmer“

Neue Bürgerinitiative will Verkehrssituation in Winzeln verbessern

Von Klaus Kadel-Magin

Arno Noll und Carina Legleitner wollen weniger Verkehr in ihrem Ort. Deshalb haben sie die Bürgerinitiative gegründet.

Arno Noll und Carina Legleitner wollen weniger Verkehr in ihrem Ort. Deshalb haben sie die Bürgerinitiative gegründet. ( Foto: Buchholz)

Die Raserei und der Lärm in der Gersbacher Straße sind den Anwohnern zu viel. Die Bürgerinitiative „Wir für Winzeln“ hat sich gegründet, die analog zu Niedersimten den Verkehr aus dem Ort haben will. Die Gersbacher Straße soll verkehrsberuhigt ausgebaut werden und vor allem soll Gersbach eine Auffahrt auf die L 600 bekommen.

„Es wird immer schlimmer“, meint Carina Legleitner beim Pressegespräch in ihrem Wohnzimmer, das direkt auf die Gersbacher Straße blicken lässt. Die Stoßzeiten seien nicht unbedingt am lautesten. Nach 20 Uhr meine aber mancher Autofahrer, er könne die Gersbacher Straße als Rennstrecke nutzen. „Wir hatten immer gehofft, dass sich baulich was ändert in der Gersbacher Straße und der Anschluss von Gersbach an die L 600 kommt“, erzählt Arno Noll, der zusammen mit Legleitner als Sprecher der frisch gegründeten BI mit ihren 25 Mitgliedern fungiert. Es passierte aber nichts. „Ich habe mich immer auf die Politik verlassen und jetzt sind wir verlassen“, zeigt sich Noll frustriert von der Kommunalpolitik. Deshalb sei jetzt die BI gegründet worden, um wie in Niedersimten doch noch etwas zu bewegen.

Zumal die Zeit dränge. In diesem Jahr müsste eigentlich der Ausbau der Gersbacher Straße geplant werden und die BI will in der Planungsphase schon ihre Vorstellungen realisiert sehen. Mit einer Art Verschwenkung wie bei Erlenbrunn sollte an den Ortseingängen in der Gersbacher Straße und Bottenbacher Straße der Verkehr auf die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer gedrückt werden, so eine Forderung der BI. Um Verkehr aus dem Dorf zu nehmen, soll außerdem die vergessene Auffahrt von Gersbach auf die L 600 angegangen werden. „Das würde uns 30 Prozent weniger Verkehr bringen“, schätzt Noll.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Biomasse-Transporte zur Bioraffinerie des PFI bei Winzeln. Versprochen worden sei damals, dass die Transporte über den „Breiten Weg“ geführt würden. Die Realität sehe aber so aus, dass die Landwirte meistens durch die Gersbacher Straße bretterten, so Nolls und Legleitners Beobachtung.

Die BI will die Kommunalpolitiker zu einem Runden Tisch einladen und eine öffentliche Versammlung anbieten. Erst danach werde das Gespräch mit den Behörden, wie dem Landesbetrieb Mobilität, gesucht.

Kontakt

E-Mail: bi-winzeln@t-online.de

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