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Mittwoch, 11. Juli 2018 Drucken

Landkreis Südwestpfalz

Bürger sehen keine Fortschritte an B10-Baustelle

LBM verweist auf vorrangige Arbeiten an B 427 (alte B 10)

Bevor die Fußgängerbrücke über die B 10 zum Bahnhof freigegeben wird, wird erst die alte B 10 zur neuen B 427 (hinter der Lärmschutzwand) ausgebaut.

Bevor die Fußgängerbrücke über die B 10 zum Bahnhof freigegeben wird, wird erst die alte B 10 zur neuen B 427 (hinter der Lärmschutzwand) ausgebaut. ( Foto: Buchholz)

Einen „Baustopp“ vermutet die Bürgerinitiative (BI) „B10 – vier Spuren jetzt“, weil die Baustelle der B10 in Hinterweidenthal „keinerlei sichtbare Fortschritte“ mache und „seit mindestens drei Wochen vollständig eingestellt“ sei. Bei der „nicht ungefährlichen“ Auffahrt in Richtung Landau handele es sich immer noch um eine verkürzte Baustellen-Auffahrt, kritisiert die BI. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) erläutert, warum alles so lange dauert.

Im Juni sei der Lückenschluss der Stützwand zwischen der Brücke über das Zieglertal und der neuen Brücke über die künftige Bahnhofszufahrt einschließlich Asphaltarbeiten für die neue B-10-Fahrbahn erfolgt, stellt Volker Priebe, stellvertretender Leiter des LBM, fest. Er vertritt zurzeit Richard Lutz, den Chef des LBM Kaiserslautern, der wiederum zusätzlich kommissarisch den eigentlich zuständigen LBM in Speyer leitet. An der Fußgängerbrücke in Hinterweidenthal stünden jetzt aber noch die Beleuchtungsarbeiten an, „die sich leider etwas verzögert haben“. Die Konstruktion der Fußgängerbrücke sei im Wesentlichen fertiggestellt. Restarbeiten an der Beschichtung der Treppe und des Geländers würden noch ausgeführt. Die Fußgängerbrücke bleibe aber gesperrt, da ab August die neue B 427 (das Stück alte B 10) in der Ortsdurchfahrt von Hinterweidenthal ausgebaut werde, so Priebe. Das Vergabeverfahren laufe derzeit. Mit der Beauftragung der Arbeiten, die auch die Gesamtfertigstellung der Bahnhofszufahrt beinhalten, sei Ende Juli zu rechnen.

Vollsperrung bis zu 14 Tage

 

Begonnen werde mit den Ausbauarbeiten – Leitungen, Erd- und Oberbau für Gehwege und Straße – im Abschnitt der neuen B 427 zwischen Tankstelle und Kreuzung (ehemalige Ampel). Diese Arbeiten würden unter halbseitiger Sperrung und Umleitung der Fußgänger vorgenommen. Priebe kündigte eine zehn- bis 14-tägige Vollsperrung der B 427 in der zweiten Septemberhälfte an, um den Kreuzungsbereich zu asphaltieren und verkehrstechnisch auszustatten. Dann könne auch der Fußweg zum Bahnhof über die Brücke freigegeben werden. Der provisorische Treppenturm am Zieglertal werde dann abgebaut.

 

Ende September/Anfang Oktober sollen die Arbeiten in der Anliegerstraße von der Kreuzung bis zum Zieglertal starten. In dieser Phase werde auch der Geh- und Radweg aus dem Zieglertal kommend an die neue Anliegerstraße angebunden. „Ab November rechnen wir mit dem Beginn der Arbeiten östlich des Zieglertals bis an die bestehende Bahnhofszufahrt“, so Priebe. Je nach Witterung sei mit einem Abschluss der Arbeiten bis spätestens Ende März 2019 zu rechnen.

 

Eine Verlängerung der Einfädelspur von der B 427 auf die B 10 Richtung Landau werde derzeit geprüft und könne frühestens nach endgültiger Räumung der Baustelle der Fußgängerbrücke umgesetzt werden.

Brücke muss erneuert werden

 

Laut Priebe hat sich herausgestellt, dass die alte Brücke über die Bahnlinie Richtung Bundenthal erneuert werden müsse. Die Vorbereitungen liefen mit dem Ziel, den Bau 2019 anzugehen. „Insofern wird die Verlängerung der Vierspurigkeit bis zum bestehenden dreispurigen Abschnitt der B 10 noch etwas auf sich warten lassen“, erläuterte er.

 

Priebe kündigte darüber hinaus an, dass die B 10 voraussichtlich am Sonntag, 29. Juli, wegen Rodungsarbeiten an der Felsnase bei Hauenstein gesperrt werden müsse.

 

In seinem Fazit über die Mitteilung des LBM stellt Erich Weiss, Vorsitzender der BI, fest, dass es einen wesentlichen Fortschritt an der B 10 erst wieder geben könne, wenn die Planfeststellung für den Weiterbau in Richtung Hauenstein erfolgt ist. Damit sei frühestens 2019/20 zu rechnen. |ow

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