Handball Wegen Impfzentrum: Eulen Ludwigshafen müssen sich nach neuem Spielort umsehen

Die Eulen Ludwigshafen können vorerst nur noch ein Heimspiel in der Friedrich-Ebert-Halle austragen. Hier wird Max Neuhaus im Sp
Die Eulen Ludwigshafen können vorerst nur noch ein Heimspiel in der Friedrich-Ebert-Halle austragen. Hier wird Max Neuhaus im Spiel gegen den HC Erlangen beim Wurf gestoppt.

Es ist eine Entscheidung mit immensen Folgen für Handball-Bundesligist Eulen Ludwigshafen: In der Friedrich-Ebert-Halle soll ein Impfzentrum eingerichtet werden. Hintergrund ist eine Aufforderung des Landes, bis zum 15. Dezember Impfzentren aufzubauen. Die Stadt Ludwigshafen hat dafür die Eberthalle ausgewählt. „Die Anforderungen an die Einrichtung eines Impfzentrums und der sehr enge zeitliche Rahmen, der für diese Aufgaben vorgegeben ist, hat die Stadtverwaltung dazu bewogen, die Friedrich-Ebert-Halle als Standort zu bestimmen“, sagt Beigeordneter Andreas Schwarz (SPD).

Eulen von der Entscheidung überrascht

Die Partie am Donnerstag, 26. November (19 Uhr), gegen GWD Minden ist somit das vorerst letzte Heimspiel, das der Bundesligist in seiner Heimstätte austragen kann. Geschäftsführerin Lisa Heßler hat bereits in der Vergangenheit stets betont, dass die Gesundheit auch für die Eulen „oberste Priorität“ habe. Von der Entscheidung, ein Impfzentrum in der Eberthalle einzurichten, sei sie nun aber überrascht worden. Für die Eulen bedeutet dies, dass sich der Klub eine neue Heimspielstätte suchen muss – für wie lange, ist völlig unklar.

„Es ist uns ausgesprochen schwergefallen, die Entscheidung so zu treffen, weil wir wissen, wie sehr wir die Eulen damit treffen, da keine vergleichbare Spielstätte in Ludwigshafen vorhanden ist“, sagt Schwarz – und fügt an: „Letztendlich müssen wir aber eine Lösung finden, die uns allen dabei hilft, die Gesundheit vieler Menschen zu schützen und wieder mehr Normalität in unseren Alltag zu bringen. Dabei stehen die Impfungen gegen das Coronavirus an erster Stelle.“

Blick in die Eberthalle: Nach dem Eulen-Heimspiel am 26. November beginnt der Umbau.
Ludwigshafen

RHEINPFALZ Plus ArtikelWarum die Eberthalle zum Impfzentrum wird

Suche nach neuem Spielort schwierig

Einen geeigneten Spielort zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn auch wenn in diesen Corona-Zeiten ohne Zuschauer gespielt wird, so müssen die Hallen doch einige Auflagen erfüllen, dass darin Bundesliga-Handball gespielt werden kann – angefangen bei einem entsprechenden Licht bis hin zu Anschlüssen, die der Fernsehsender „Sky“ benötigt, der die Spiele live überträgt.

Und so ist Heßler dauerhaft am Telefonieren, ist auf der Suche nach möglichen Spielstätten – auch im weiteren Umkreis. Eine Riesenherausforderung. Und es wird eine finanzielle Belastung, daraus macht die Geschäftsführerin keinen Hehl. Von den Rhein-Neckar Löwen sei bereits Unterstützung signalisiert worden, wie auch andere Bundesliga-Vereine ihre Solidarität gegenüber den Eulen signalisiert hätten. Dafür ist Heßler sehr dankbar.

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