Rheinland-Pfalz Warum die Europawahl-Ergebnisse auf Gemeindeebene nicht aussgekräftig sind

Stimmabgabe zur Europawahl in Rheinland-Pfalz.
Stimmabgabe zur Europawahl in Rheinland-Pfalz.

Bei der Europawahl sind die Ergebnisse auf Ebene der Gemeinden in den Kreisen wenig aussagekräftig, weil nur die Urnenwahl berücksichtigt wird. Darauf weist der Landeswahlleiter hin. In 20 der 24 rheinland-pfälzischen Landkreise würden die Briefwahlen zentral im Kreishaus ausgezählt, allerdings mit jeweils einem Wahlvorstand für jede Verbandsgemeinde beziehungsweise Verbendsfreie Gemeinde. In vier Landkreisen finde die Auszählung der Briefwahlen direkt in den Verbandsgemeinden beziehungsweise in den Verbandsfreien Gemeinden statt. In beiden Fällen würden aussagekräftige Ergebnisse deshalb erst nach Auszählung der Briefwahl-Stimmen zur Verfügung stehen, und dies sei dann auch nur auf Ebene der Verbandsgmeinde und Verbandsfreien Gemeinde möglich. Darunter, in den Gemeinden, seien die Ergebnisse verzerrt.

Der Landeswahlleiter weist auf Ergebnisse aus der Wahlforschung hin, nach denen „die Briefwahl je nach Parteipräferenz mehr oder weniger stark genutzt wird“. Daher würden die Stimmenanteile von Parteien, deren Wählerinnen und Wähler die Urnenwahl bevorzugen, eher überzeichnet, während für Parteien, deren Anhängerschaft in großem Umfang Briefwahl machten, zu niedrige Werte ausgewiesen würden.

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