Zweibrücken Verschwundene Mörderin: Freigängerin mit Arbeitsplatz

Seit Juni 2020 war die untergetauchte Mörderin im offenen Vollzug, sie durfte täglich zur Arbeit in einer Zweibrücker Kantine.
Seit Juni 2020 war die untergetauchte Mörderin im offenen Vollzug, sie durfte täglich zur Arbeit in einer Zweibrücker Kantine.

Die zuletzt in Zweibrücken inhaftierte und jetzt untergetauchte Mörderin Dzamilla S. durfte das Gefängnis schon seit Jahren immer wieder verlassen. Ab 2013 wurden ihr nach RHEINPFALZ-Informationen Ausgänge mit Beamten bewilligt, später auch mit Verwandten. Und seit Juni 2020 war sie im offenen Vollzug, durfte tagsüber außerhalb der Anstalt arbeiten. So kam sie zunächst zu einer Zweibrücker Telefon-Werbefirma, nach wenigen Wochen wechselte sie dann auf eine Stelle als Küchenhilfe in einer Kantine.

Ins außereuropäische Ausland geflohen

Am vergangenen Donnerstag allerdings ist sie von einem mehrtägigen Hafturlaub nicht wieder zurückgekehrt, Ermittler gehen davon aus, dass sie ins außereuropäische Ausland geflogen ist. Dabei wäre sie in einigen Monaten wohl ohnehin entlassen worden – auf Probe, denn eigentlich haben Saarbrücker Richter sie 2007 zu lebenslanger Haft verurteilt. Was die mittlerweile 55-Jährige zuvor verbrochen hatte und wie die zuständigen Beamten nun auf ihr Verschwinden reagiert haben, steht hier.

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