Leipzig/Ramstein Urteil: Schwerkranker Pfälzer darf nicht mit Betäubungsmittel sterben

„Ich will zum Sterben nicht in die Schweiz fahren“, sagt Harald Mayer aus Ramstein-Miesenbach. Der schwerkranke 52-Jährige kämpf
»Ich will zum Sterben nicht in die Schweiz fahren«, sagt Harald Mayer aus Ramstein-Miesenbach. Der schwerkranke 52-Jährige kämpft seit Jahren für ein würdevolles selbstbestimmtes Sterben.

Das Bundesverwaltungsgericht verweigert Sterbewilligen die Erlaubnis zum Erwerb einer tödlichen Dosis Betäubungsmittel. Für Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen, gebe es andere zumutbare Wege und Möglichkeiten, entschied das oberste deutsche Verwaltungsgericht in Leipzig am Dienstag. Sie würden nicht in ihrem Recht auf einen selbstbestimmten Tod verletzt, wenn der Staat ihnen den Zugang zu einem bestimmten tödlichem Medikament zur Selbsttötung zu Hause verwehre. Die Gefahren eines Missbrauchs dieses Mittels seien zu hoch.

Zwei Männer aus der Pfalz und Niedersachsen – darunter Harald Mayer aus Ramstein-Miesenbach (Kreis Kaiserslautern) – hatten beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Erlaubnis verlangt, Natrium-Pentobarbital erwerben zu dürfen. Damit wollen sie sich zu Hause im Kreise ihrer Familien selbst töten können. Das Bundesinstitut lehnte die Erlaubnis unter Verweis auf das Betäubungsmittelgesetz ab. In den Vorinstanzen hatten die Klagen der Männer keinen Erfolg. Jetzt wies das Bundesverwaltungsgericht auch ihre Revision zurück. (Az.: BVerwG 3 C 8.22 BVerwG 3 C 9.22)

Ramsteiner kämpft für selbstbestimmtes Sterben

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