Frankenthal Urteil nach Raserunfall mit drei Toten: So lange muss der Jaguar-Fahrer in Haft

Der zerstörte Jaguar nach dem Unfall.
Der zerstörte Jaguar nach dem Unfall.

Im Prozess um den Raserunfall mit drei Toten ist am Freitag vor dem Landgericht Frankenthal das Urteil gefallen. Der Angeklagte, der im Herbst 2020 mit seinem Jaguar frontal mit einem Auto im Kreis Bad Dürkheim kollidiert war, wurde wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Seine Fahrerlaubnis, die ihm nach dem Unfall entzogen worden war, darf er erst in zwei Jahren wieder neu beantragen.

Bei dem Unfall im September 2020 war der Jaguar-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit auf einer Strecke zwischen Weisenheim am Berg und Kirchheim (Kreis Bad Dürkheim) auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit einen entgegenkommenden Mitsubishi zusammengeprallt. Die 31-jährige Fahrerin, ihr einjähriger Sohn und die 27-jährige Beifahrerin im Mitsubishi verstarben noch am Unfallort. Ein im Kindersitz gesichertes fünf Wochen altes Mädchen wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Erst am Donnerstag, dem vorletzten Verhandlungstag im Prozess, hatten Gutachter neue Erkenntnisse präsentiert, die sich zugunsten des Angeklagten deuten ließen. Das Ergebnis ihrer Recherchen: Wer wirklich größtmögliche Beschleunigung erreichen will, muss bei dem 381-PS-Auto noch eine Zusatztaste drücken. Das hatte der Angeklagte offenbar nicht getan. Sein Verteidiger Bastian Bubel hatte diese neue Erkenntnis noch dankbar in seinem Schlussplädoyer aufgegriffen.

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Horror-Unfall

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