Brandenburg Straße nachts mit Misthaufen blockiert – Fünf Verletzte bei Unfällen

Insgesamt kollidierten drei Autos frontal mit den Hindernissen.
Insgesamt kollidierten drei Autos frontal mit den Hindernissen.

Eine Blockadeaktion mit Misthaufen auf der Bundesstraße 5 in Brandenburg hat in der Nacht zum Montag drei Verkehrsunfälle verursacht, bei denen fünf Menschen verletzt wurden. Im Dunkeln verteilten die Attentäter bei Wustermark (Havelland) nach Angaben der Polizei über mehrere hundert Meter mitten auf der Fahrbahn Gülle und Mist. Drei Fahrzeuge seien frontal in die Hindernisse hineingefahren, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion West, Kerstin Schröder. Sie sprach einem „neuen Niveau“ bei den Protesten mit einer „Gefährdung von Leib und Leben“. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Der brandenburgische Bauernpräsident Henrik Wendorff distanzierte sich von der nicht angemeldeten Aktion und sieht Grenzen überschritten. „Das, was jetzt passiert ist, darf nicht passieren. Hier wurden Grenzen überschritten“. Bei den Protesten der Landwirte dürfe niemand zu Schaden kommen, sagte Wendorff laut Mitteilung.

Wie die Polizei mitteilte, kamen nach den Unfällen auf der B5 fünf Verletzte ins Krankenhaus. Zur Schwere der Verletzungen wollte die Sprecherin keine Angaben machen. An einer Unfallstelle auf der B5 war ein stark demoliertes Auto zu sehen, dahinter ein Notarztwagen. Auf der Bundesstraße dort sei Tempo 100 erlaubt, berichtete die Polizei.

Seit vielen Wochen protestieren Bauern in Deutschland gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Dabei geht es vor allem um die geplanten Beihilfekürzungen beim Agrardiesel.

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