Stiko Keine generelle Impf-Empfehlung für Kinder ab zwölf Jahren

Ein Arzt zieht eine Spritze mit Impfstoff auf.
Ein Arzt zieht eine Spritze mit Impfstoff auf.

[Aktualisierung 16.40 Uhr] Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Corona-Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, wie aus dem jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts am Donnerstag hervorgeht.

Eine Impfempfehlung könnte es zunächst nur für chronisch kranke Kinder geben.
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Impfung von Kindern: Warum sie umstritten sind

Die Stiko sprach jedoch eine Empfehlung für Corona-Impfungen von vorerkrankten Kindern ab zwölf Jahren aus. Diese Gruppe könne „aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung“ mit dem Impfstoff von Biontech immunisiert werden, heißt es .

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA und die EU-Kommission gaben kürzlich grünes Licht für die Zulassung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs ab zwölf Jahren – die Stiko schränkt hingegen nun ein. Das hat aber nichts mit vermeintlich verschiedenen Meinungen zu tun. Die Institutionen haben unterschiedliche Aufgaben und Blickwinkel: Die EMA ist für die grundsätzliche Zulassung auf dem europäischen Markt zuständig, während es bei der Stiko darum geht, den Einsatz des Impfstoffs zum besten Nutzen der Bevölkerung in Deutschland zu regeln.

 
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