Raumfahrt Raketentrümmer drohen auf Erde zu stürzen

Die Rakete startete vergangenen Donnerstag.
Die Rakete startete vergangenen Donnerstag.

Trümmerteile einer für den Bau von Chinas neuer Raumstation verwendeten Trägerrakete drohen in den nächsten Tagen auf die Erde zu stürzen. Raumfahrtexperten warnten vor einem „unkontrollierten“ Wiedereintritt eines 20 Tonnen schweren Teils in die Erdatmosphäre. Die Rakete hatte am Donnerstag das 22 Tonnen schwere Kernmodul „Tianhe“ (Himmlische Harmonie) ins All gebracht. Damit begann China mit dem Bau seiner eigenen Raumstation.

Absturzort noch unklar

Grund für den unkontrollierten Wiedereintritt sei das Design der Rakete vom Typ „Langer Marsch 5B“. Der Hauptteil lasse sich nicht steuern und habe auch keine Flugbahn gehabt, um an einem vorbestimmten Punkt ins Meer zu fallen. „Wir wissen nicht wo“, sagte der Astrophysiker Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Dienstag.

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„Im schlimmsten Fall wird es wie der Absturz eines kleinen Flugzeugs, der sich aber über Hunderte Kilometer verteilt.“ Da die Hauptraketenstufe etwa alle 90 Minuten um die Erde kreise, sei ungewiss, wann und wo genau sie in die Atmosphäre eintreten und dort teilweise verglühen dürfte, hieß es. „Der wahrscheinlichste Vorgang sieht so aus, dass Trümmer, die die starke Hitze des Wiedereintritts überstehen, ins Meer oder auf unbewohnte Gegenden fallen – aber das Risiko besteht, dass es Schaden für Menschen oder Eigentum gibt“, schrieb auch der Experte Andrew Jones auf spacenews.com.

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