Mannheim/Kaiserslautern/BÜchel Ostermärsche: Kritik an Nato wegen Putins Krieg

Friedensbewegt: Demonstrierende Person in Büchel.
Friedensbewegt: Demonstrierende Person in Büchel.

Der Krieg in der Ukraine hat die Ostermärsche in der Region geprägt. Friedensaktivisten verurteilten nicht nur Putins Angriff, sie kritisierten auch die westliche Reaktion darauf und schrieben der Nato eine Mitschuld zu.

Etwa 400 Menschen haben sich am Samstag in Mannheim am traditionellen Ostermarsch durchs Zentrum beteiligt. Veranstalter: ein Friedensbündnis, für das Hedwig Sauer-Gürth das Wort ergriff. Die Aktivistin verurteilte den russischen Angriff auf die Ukraine, sie kritisierte aber auch die Nato: Die sei für den Krieg mitverantwortlich, weil sie in den vergangenen Jahren eine Expansionspolitik ohne Rücksicht auf die Interessen Russlands betrieben habe. Der Bundesregierung warf die Rednerin vor, nun den Konflikt durch Waffenlieferungen weiter anzuheizen.

Ähnlich äußerten sich Sprecher am Samstag auch vor 200 Menschen in Kaiserslautern. Am Montag demonstrierten dann um die 320 Friedensaktivisten und Atomwaffengegner vor dem Luftwaffenstützpunkt Büchel (Landkreis Cochem-Zell). Dort werden nach offiziell nicht bestätigten Berichten Atomwaffen gelagert. Die Kundgebung unter dem Motto „Es ist kurz vor Zwölf“ sei friedlich verlaufen, teilte eine Sprecherin der Polizei am frühen Nachmittag mit.

x