Pferdesport Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl trauert um Pferd aus der Pfalz
Die viermalige Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl hatte große Hoffnungen in ein jahrelang in der Pfalz ausgebildetes neues Pferd gesetzt, mit ihm sogar im November das Weltcup-Turnier in Stuttgart gewonnen. Jetzt ist Diallo, der elfjährige Wallach, am Dienstagmorgen völlig unerwartet in einer Klinik für Pferde in München gestorben.
Am Montag war Diallo in die Klinik eingeliefert worden, einen Tag später ist er am Morgen gestorben, informierte die Reiterin. „Diese Krankheit kam wie ein Sturm, lautlos, gnadenlos und unaufhaltsam, hat sich in Stunden durch deinen Körper gefressen und mir das Herz aus der Brust gerissen“, beschrieb Jessica von Bredow-Werndl den Krankheitsverlauf. Der Verdacht: Diallo fiel wohl dem Bornavirus zum Opfer, das eine Gehirn- und Rückenmarksentzündung auslösen kann. „Kein Wort fühlt sich groß genug an für das, was gerade in mir zerbrochen ist, als wir dich gehen lassen mussten“, sagte die 39-Jährige.
„Du warst ein riesengroßes Geschenk“
Diallo war gerade erst mit dem Otto-Lörke-Preis für besonders hoffnungsvolle Nachwuchs-Grand-Prix-Pferde ausgezeichnet worden. Der Hannoveraner aus pfälzischem Besitz war als junges Talent zunächst von Roxana Noack auf dem Fröhnerhof bei Kaiserslautern ausgebildet worden. Uta Gräf (Kirchheimbolanden) hatte ihn zur Grand-Prix-Reife geführt und Anfang vergangenen Jahres an die Olympiasiegerin abgegeben. „Ich weiß, dass du keine Schmerzen mehr hast, dass du frei bist. Aber dein Platz ist leer. Du warst ein riesengroßes Geschenk“, verabschiedete sich Jessica von Bredow-Werndl. „Diallo war ein Ausnahmepferd. Es tut mir unendlich leid“, sagte Uta Gräf. „Ich bin sehr traurig, dass wir ein Pferd mit sehr guter internationaler Perspektive und liebenswertem Charakter verloren haben“, bedauert auch Bundestrainerin Monica Theodorescu den frühen Tod Diallos.