Pfälzerwald Neues Jagdgesetz: Pfälzerwald-Verein fürchtet Stilllegung von Wanderwegen

Der Wanderverband Rheinland-Pfalz kritisiert: kleine Pfade dürften in Wildruhezonen nicht mehr betreten werden, wenn es nach dem
Der Wanderverband Rheinland-Pfalz kritisiert: kleine Pfade dürften in Wildruhezonen nicht mehr betreten werden, wenn es nach dem neuen Gesetz geht.

Nachdem es bereits Kritik vom Jagdverband am Entwurf für das neue Landesjagdgesetz gab, hat nun auch der Wanderverband Rheinland-Pfalz Bedenken gegen den aktuellen Entwurf des Landesjagdgesetzes geäußert. In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Eifel- Hunsrück- Westerwald- und Pfälzerwald-Verein geht es vor allem um zwei Punkte, die die Vereine als sehr problematisch ansehen:

Der Gesetzesentwurf sehe vor, dass die Inhaber des Jagdrechts eines bestimmten Wald-Gebiets Flächen als Wildruhezonen deklarieren können – mit Zustimmung der Grundeigentümer. Das bedeutet, dass Privatpersonen das Waldbetretungsrecht außer Kraft setzen könnten. Und das sei eigentlich gesetzlich garantiert, wie der Verband betont.

Das Umweltministerium teilt auf Anfrage mit, dass in den Wildruhezonen ein Wegerecht gelten soll. Besucher können sich also auf Waldwegen aufhalten. In der Stellungnahme des Wanderverbandes heißt es jedoch, dass Fußwege und Pfade laut Landeswaldgesetz nicht als Waldwege gelten. Somit wäre es verboten, in diesen Gebieten auf Fußwegen und kleinen Pfaden unterwegs zu sein.

Der Wanderverband Rheinland-Pfalz sieht diese Regelung sehr problematisch und fordert, dass in Wildruhezonen weiterhin auf markierten Wegen gewandert werden darf – egal, ob breiter Waldweg oder Pfad. Dies soll auch für ausgewiesene Radwege gelten.

Der Verband argumentiert, dass eine weniger restriktive Regelung die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen würde. Und er betont, dass das Wild Wandernde nicht als Gefahr sehe und Fußwege und Pfade daher nicht gesperrt werden müssten.

Das Umweltministerium kündigt an, dass alle eingegangenen Stellungnahmen wahr- und ernstgenommen, intensiv geprüft und Eingang in das weitere Verfahren finden werden. Ministerin Eder hat bereits angekündigt, bis Januar Kompromisse beim Jagdgesetz ausloten zu wollen.

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