Rheinland-Pfalz Nazi-Symbole nur noch an wenigen Gebäuden im Land

Das Amtsgericht in Bingen wurde 1938 errichtet, der Reichsadler prangt noch immer über dem Eingang. Nur das Hakenkreuz wurde ihm
Das Amtsgericht in Bingen wurde 1938 errichtet, der Reichsadler prangt noch immer über dem Eingang. Nur das Hakenkreuz wurde ihm aus den Krallen genommen.

In Rheinland-Pfalz gibt es nur noch an wenigen Gebäuden des Landes Symbole aus der Zeit des Nationalsozialismus. Mit Blick auf insgesamt mehr als 50 Gebäude im wirtschaftlichen Eigentum des Landesbetriebes Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), die in den 1930er und 1940er Jahren erbaut wurden, listete das Finanzministerium in Mainz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur drei Gebäude mit entsprechender Ornamentik oder Symbolen auf. Dabei handelt es sich um Gebäude in Mainz, Bingen und Alzey.

Konkret findet sich laut Ministerium an dem 1938 erbauten und denkmalgeschützten Amtsgericht in Bingen ein Reichsadler an der Außenfassade über dem Haupteingang. Am Finanzamt in Alzey, einem 1935/36 erbauten und denkmalgeschützten Gebäude, gebe es eine Adlerfigur in der Sandstein-Einfassung des Haupteingangs.

Im Fall des Gebäudes des Service-Centers des Mainzer Finanzamts in der zentralen Schillerstraße, das Teil der sogenannten Denkmalzone Münsterplatz sei, finde sich eine Adlerfigur an der Außenfassade an der Seite des Haupteingangs sowie im Inneren. Dieses Gebäude entstand dem Ministerium zufolge Anfang der 1930er Jahre, die dortigen Adlerfiguren seien nicht ganz eindeutig der Zeit des Nationalsozialismus zuordenbar.

Im benachbarten Baden-Württemberg fordert die SPD die vollständige Entfernung solcher Symbole und Schriftzüge. „Nationalsozialistische Symbole haben auf öffentlichen Gebäuden nichts zu suchen“, sagte dort der SPD-Abgeordnete Martin Rivoir.

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