Ludwigshafen Nach Reizgasvorfällen: Drei Jungs fliegen von der Karolina-Burger-Realschule
Nach den drei Reizgasvorfällen an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen im Januar sind drei Schüler von der Schule geflogen. Das hat die Schule am Donnerstagmorgen auf Anfrage bestätigt. Zu den drei Dienstaufsichtsbeschwerden gegen den Schulleiter schweigt dieser. Ende Januar hatte die Polizei gegen einen 14- und einen 15-jährigen Schüler ermittelt. Sie sollen drei Mal Reizgas an der Schule versprüht haben und dadurch mehrere Personen verletzt sowie für Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt haben. Der Ältere ist laut Polizeiangaben bereits wegen anderer Straftaten polizeibekannt. Auch ein 13-jähriger, strafunmündiger Schüler, stand unter Verdacht. Von der Schule verwiesen sind nun alle drei. Das wurde laut Schule vergangene Woche in einer Gesamtkonferenz beschlossen. Die Schulbehörde ADD hat auf Anfrage lediglich bestätigt, dass „Ordnungsmaßnahmen beschlossen und umgesetzt“ wurden. Weitere Angaben wollte sie dazu nicht machen.
Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Schulleiter
Darüber hinaus rumort es weiter an der „Karolina Burger“: Gegen den Schulleiter liegen drei Dienstaufsichtsbeschwerden vor – das bestätigte die ADD, ohne weitere Fragen zu beantworten. Auch das Bildungsministerium schweigt und sagt lediglich, dass man sich zu Personalangelegenheiten nicht äußere. Für die CDU-Landtagsfraktion in Mainz ist klar: „Dass sich Teile des Lehrerkollegiums nun offensiv gegen den Schulleiter stellen, hebt die Problematik auf eine neue Eskalationsstufe“: Das sei das Ergebnis einer SPD-geprägten Bildungspolitik, die alle Warnungen ignoriert habe. „Auch wenn Bildungsminister Teuber (SPD) es nicht wahrhaben wolle, „was wir an der Karolina-Burger-Realschule plus erleben, ist das Ergebnis jahrelanger landespolitischer Untätigkeit im Schulsektor“, sagt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Jenny Groß.
Mehr zum Thema: Die CDU kritisiert, dass die Schüler nicht für die Kosten des Einsatzes aufkommen müssen.