Pfalz Nach Angriff auf Zugbegleiter: Bundespolizei will „Augenmerk“ auf Strecke legen

Bundespolizisten bei der Streife am Bahnhof in Kaiserslautern.
Bundespolizisten bei der Streife am Bahnhof in Kaiserslautern.

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter will die Bundespolizei „mit den vorhandenen personellen Ressourcen ein erhöhtes Augenmerk auf den bahnpolizeilichen Bereich“ legen.

Mit diesem Worten antwortet ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Koblenz auf die Frage, ob geplant sei, mehr Polizisten auf die Strecke des Regionalexpresses zu schicken, in dem der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. am späten Montagnachmittag angegriffen worden ist. Der Ludwigshafener war in Landstuhl von einem 26-jährigen Reisenden attackiert worden und am Mittwochmorgen im Uniklinikum Homburg an einer Hirnblutung infolge erheblicher stumpfer Gewalteinwirkung gestorben.

Die Bundespolizei ist zuständig für die Sicherheit auf Bahnhöfen und in Zügen, Bundespolizisten hatten Erste Hilfe geleistet, als der RE 4131 (Heidelberg-Koblenz) mit dem schwerstverletzten Zugbegleiter in Homburg im Saarland ankam, berichtet der Bahnsprecher.

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Die Bundespolizeidirektion Koblenz weist auf die Frage nach mehr Präsenz allerdings auch darauf hin, dass insbesondere die Inspektionen Kaiserslautern und Saarbrücken mit den wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen gebunden seien. Die Direktion ist für die Beamten in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen zuständig.

Eigentlich waren Kontrollen an europäischen Binnengrenzen mit dem Schengen-Abkommen ad acta gelegt worden, doch die frühere Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte sie im Oktober 2023 an der Grenze zu Polen wieder eingeführt, um unerlaubte Einreisen einzudämmen. Ihr Nachfolger Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sie im Mai vergangenen Jahres zunächst auf alle Grenzen ausgedehnt, dann Mitte September verlängert. Jetzt gelten sie noch bis mindestens Mitte März.

Weiter heißt es von der Bundespolizeidirektion Koblenz, dass es Gespräche zwischen der Bundespolizei und der bei der Bahn für Sicherheitsfragen zuständigen DB Sicherheit gebe. Dabei werde erörtert, wie man sich jeweils ergänzen und verstärkt Präsenz zeigen könne.

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