1. FC Kaiserslautern Nürnberg fertigt den FCK mit 3:0 ab
Der 1. FC Kaiserslautern bleibt auswärts ein harmloser Gegner. Am Samstag verlor der FCK beim 1. FC Nürnberg verdient mit 0:3 (0:1). Es ist die siebte Auswärtsniederlage in der aktuellen Zweitliga-Saison. Dagegen stehen gerade einmal drei Siege und drei Unentschieden in fremden Stadien. Vor 39.849 Zuschauern im Nürnberger Max-Morlock-Stadion knüpfte der FCK zu keiner Phase des Spiels an die Leistung beim 3:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC vergangene Woche an. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht lief fast die gesamte Spieldauer den Nürnbergern hinterher. Eine Leistung, die bei den Verantwortlichen keine Freudensprünge veranlasst.
Der FCK hechelte schon nach 60 Sekunden einem Rückstand hinterher. Abwehrspieler Luka Lochoshvili köpfte einen Eckball von Julian Justvan zum 1:0 ein. Der FCK lief von da an fast eine lange Zeit dem Gegner nur hinterher. Der FCK kam kaum zur Entlastung und kaum zur Entfaltung. Bis dahin war es eine desolate Darbietung der Pfälzer. Bis zur 32. Minute tauchte der FCK nicht einmal in den Strafraum der Nürnberger auf. Der FCN war die klar dominierende Mannschaft. Das vermeintliche 1:1 von Mergim Berisha rüttelte den FCK etwas wach (32.), aber der Treffer zählte wegen Abseits nicht. Berisha stand klar im Abseits. Es war bis dato erschreckend, wie sich der FCK präsentierte – keine Spielidee, kein Überraschungsmoment, häufig einen Schritt zu spät. Mittelfeldspieler Fabian Kunze raunzte Mitte der ersten Halbzeit seinen Mitspieler Paul Joly an, weil dieser abermals patzte. Der Franzose war nicht der einzige FCK-Spieler, der am Samstag seiner Form hinterherlief. Die Chance zum Ausgleich hatte der FCK in der 36. Minute, als erst Joly an die Latte schoss und dann Naatan Skyttä den Ball bekam, aber rechts am Tor vorbeizielte.
Nürnberg ließ sich aber davon nicht beirren und machte harmlosen Lauterern das Leben noch schwerer, als es ohnehin schon für die Pfälzer an diesem Nachmittag war. Semih Sahin rempelte dann Mohamed Ali Zoma um – berechtigter Foulelfmeter. Adam Markhiev verwandelt diesen sicher zum 2:0 (59.). Es war die Vorentscheidung. Denn Nürnberg hatte wenig Mühe, behäbig wirkende Lauterer zu bespielen. Die Franken spulten locker ihr Spiel herunter, denn sie wussten, dass der FCK hier kein Tor mehr erzielen würde. Vielmehr baut Nürnberg die Führung auf 3:0 aus. Luka Lochoshvili traf zum zweiten Mal, weil ein überforderter Maxwell Gyamfi nur Begleitservice war, statt energisch zu attackieren. Für den FCK war es jedenfalls ein herber Rückschritt. Eine Entwicklung, ein Fortschritt war in Nürnberg zu keiner Zeit erkennbar.
