1. FC Kaiserslautern Lauterns Talfahrt geht weiter: Dresden siegt 1:0 gegen den FCK
Der 1. FC Kaiserslautern schlittert immer tiefer in eine Krise. Bei Dynamo Dresden verlor der FCK mit 1:0 (0:0). Es ist die dritte Niederlage in Serie für Kaiserslautern – und das dritte Spiel ohne eigenen Treffer. Das gab es diese Saison noch nicht. Vincent Vermej erzielte das wichtige Tor für die abstiegsgefährdeten Dresdner (69.). Die Diskussionen rund um den Betzenberg werden diese Woche wieder aufflammen. Was ist mit dem FCK los? Ist Lieberknecht der richtige Trainer?
Torsten Lieberknecht war gezwungen, die Startelf in Dresden zu ändern. Denn neun Spieler fehlten – verletzt oder krankheitsbedingt. Julian Krahl stand wieder im Tor, Leon Robinson und Marlon Ritter rückten in die Startelf. Einen Aufschwung brachte die Personalrochade nicht. Denn spielerisch war das wieder Magerkost beim FCK. In der ersten Halbzeit hatten die Pfälzer eine nennenswerte Chance durch Semih Sahin (29.). Dresden hatte zwar auch keine zwingende Möglichkeit, war aber die aktivere Mannschaft: lauf- und zweikampfstärker, griffiger. Der FCK agierte zu statisch, zu uninspiriert. Es fehlten die Überraschungsmomente gegen nicht gerade spielerisch überzeugende Sachsen. Jedenfalls setzt Dresden seine gute Rückrunde fort. Dynamo ist die viertbeste Rückrundenmannschaft in der Zweiten Bundesliga. Gegen den FCK war es keine Wucht, die Dresden entfachte, aber es reichte, um im Abstiegskampf wichtige Zähler einzufahren.
Nach der Halbzeit steigerte sich Kaiserslautern. Das Team verlagerte die Partie mehr in die Hälfte der Gastgeber. Paul Joly zog aus 20 Metern ab, doch der Schuss rauschte über das Tor (56.). Es war ein gewisses Signal: Seht her, wir sind noch da. Dann verzog Kapitän Marlon Ritter nach dem besten Spielzug des FCK (58.). Viel mehr sollte allerdings nicht mehr kommen. In die gute Phase des FCK erzielte Dresden dann das 1:0. Stürmer Vincent Vermej traf (69.). Ein herber Rückschlag für den FCK.
Es war nicht die Trotzreaktion des FCK in Dresden. Es fehlte der Wille, die Talfahrt zu beenden. Vielmehr hatte es bei dem ein oder FCK-Profi den Eindruck, als habe er gedanklich die Saison schon abgehakt. Erfreuliche Note dieses Spiels: In David Schramm (19) und Ben Jungfleisch (17) brachte Trainer Lieberknecht zwei junge Spieler. Schramm spielt in der U21 in der Oberliga und Jungfleisch kann noch U17 spielen. Zumindest die Jugendförderung setzt der umstrittene Lieberknecht konsequent fort.
