Rheinland-Pfalz Land will mehr als 1000 zusätzliche Mitarbeiter für Gesundheitsämter

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will in der Corona-Krise nach Informationen der „Rhein-Zeitung“ von der kommenden Woche an mehr als 1000 zusätzliche Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern einstellen. Diese sollen die Ämter künftig in fünfköpfigen Teams dabei unterstützen, Kontaktpersonen von Infizierten nachzuverfolgen. „Das Nachverfolgen von Kontaktpersonen ist extrem aufwendig“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) der „Rhein-Zeitung“ (Donnerstag).

Auch ehrenamtliche Helfer benötigt

Laut Bundesvorgaben solle es pro 20.000 Einwohner ein fünfköpfiges Team geben. „Wir hoffen derzeit, dass sich die Kurve der Infektionsfälle durch die strenge Kontaktreduzierung abflacht. Wenn die Beschränkungen des Alltagslebens wieder gelockert werden, muss sichergestellt werden, dass die Gesundheitsämter gut aufgestellt sind, um die Pandemie weiter einzudämmen. Dann müssen wir die Kontaktpersonen von Infizierten akribisch nachverfolgen. Dafür brauchen wir auch ehrenamtliche Helfer“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Bätzing-Lichtenthäler will mehr Tests

Zudem müsse auch die Anzahl der Tests deutlich erhöht werden. Derzeit würden in Rheinland-Pfalz täglich 2500 bis 2800 Tests gemacht. Kapazitäten gebe es für täglich bis zu 5000 Tests. „Da ist noch Luft nach oben“, sagte die Ministerin.

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