Frankenthal Impfzentrum: Keine Kooperation mit Ludwigshafen

Um den neu entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus rasch einsetzten zu können, will das Land in allen Städten und Kreisen I
Um den neu entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus rasch einsetzten zu können, will das Land in allen Städten und Kreisen Impfzentren einrichten. Hier ein Bild aus dem Labor des US-Pharmakonzerns Moderna.

Einer regionalen Kooperation, wie sie zunächst von der Frankenthaler Stadtverwaltung ins Spiel gebracht worden war, erteilt Ludwigshafen eine klare Absage. Beigeordneter Andreas Schwarz (SPD) sieht auf Nachfrage dafür keine Kapazitäten. Bei einer angestrebten Impfquote von 60 Prozent müssten allein aus Ludwigshafen rund 105.000 Menschen versorgt werden. Da eine zweimalige Impfung erforderlich sei, seien dies rund 210.000 Impfvorgänge. In der Friedrich-Ebert-Halle, wo das Impfzentrum der Chemiestadt aufgebaut werden soll, seien vier sogenannte „Impfstraßen“ geplant. Schwarz geht von einem Zwei-Schichtbetrieb mit rund 250 Betriebstagen für das Ludwigshafener Impfzentrum aus. Auch die Stadt Frankenthal korrigierte am Freitag auf Nachfrage ihre ursprüngliche Haltung und will am Montag festlegen, wo sie ihr Impfzentrum einrichten wird. Wichtig sei eine wohnortnahe und gut erreichbare Versorgung der Bevölkerung, so Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU). Schwarz ergänzt, dass Ludwigshafen bereits in der Fieberambulanz am Klinikum in der Bremserstraße Bürger aus der ganzen Region teste. „Wir haben gestern dort 650 Patienten gesehen, aber auch schon Fallzahlen bis 1800 Personen versorgt“, so Schwarz am Freitag.

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