Bistum Speyer Generalvikar tritt zurück und wechselt Konfession

Geht zur liberaleren Altkatholischen Kirche: Andreas Sturm, bisher der nach dem Bischof mächtigste Mann im Bistum Speyer.
Geht zur liberaleren Altkatholischen Kirche: Andreas Sturm, bisher der nach dem Bischof mächtigste Mann im Bistum Speyer.

Der Generalvikar der Diözese Speyer Andreas Sturm hat seine Ämter niedergelegt und verlässt die katholische Kirche. Als Priester will er in Zukunft für die liberalere Altkatholische Kirche tätig sein. Das hat das Bistum am Freitag mitgeteilt. In einem erklärenden Brief schreibt er demnach: „Ich habe im Lauf der Jahre Hoffnung und Zuversicht verloren, dass die römisch-katholische Kirche sich wirklich wandeln kann.“

Als Generalvikar war Sturm bislang der Verwaltungschef des Bistums und damit der wichtigste Mitarbeiter des Bischofs Karl-Heinz Wiesemann. Der sagt nun: „Andreas Sturm hat viel Positives in unser Bistum eingebracht mit seiner zupackenden und begeisternden Art und seinem leidenschaftlichen Einsatz für eine erneuerte, von Gott berührte und menschennahe Kirche, die alle Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation ernstnimmt und für sie zum Segen wird.“ Er respektiere Sturms Gründe, teile sie aber nicht.

Zu Sturms Nachfolger hat Wiesmann den bisherigen Leiter der Priesterausbildung Markus Magin ernannt.

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