1. FC Kaiserslautern FCK verliert emotionales Spiel gegen Paderborn
Der 1. FC Kaiserslautern verliert nicht nur eine emotionale und intensiv geführte Zweitliga-Partie gegen den SC Paderborn mit 1:2 (0:1), sondern auch Torsten Lieberknecht. Der FCK-Trainer sah in der Halbzeitpause die gelb-rote Karte, weil er sich lautstark bei Schiedsrichter Florian Exner beschwert hatte. Der hatte kurz zuvor einen umstrittenen Freistoß gepfiffen. Atanas Chernev soll Stefano Marino in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gefoult haben. Die Fernsehbilder zeigen aber, dass es ein regulär geführter Zweikampf war. Bitter für den FCK. Calvin Marc Brackelmann fackelt den Ball in den linken Winkel. FCK-Torwart Julian Krahl gibt bei diesem Schuss keine gute Figur ab. Es war aber eine durchaus verdiente Führung für den SC Paderborn. Die Ostwestfalen hatten in der ausgeglichenen ersten Halbzeit die besseren Chancen. Die beste vertändelte Nick Bätzner (38.). Der SCP-Stürmer lief alleine auf Krahl zu, doch der Ball versprang auf dem schlechten Platz im Fritz-Walter-Stadion. Diese hochkarätige Möglichkeit musste das 1:0 sein – Glück für den FCK.
Lieberknecht hatte die Mannschaft auf drei Positionen verändert zur Vorwoche. Chernev kam für Rasmussen, Florian Kleinhansl spielte für den erkrankten Mika Haas und Owen Gibs gab sein Startelfdebüt für den gelb-gesperrten Marlon Ritter. Chernev und Gibs mussten zur Halbzeit allerdings schon raus. Mahir Emreli und Leon Robinson kamen. Das Spiel des FCK wurde nur bedingt besser. Paul Joly hatte kurz nach Wiederbeginn der zweiten Halbzeit die Chance zum 1:1 auf dem Fuß (47.). Doch der FCK versuchte es mit der Brechstange. Auch, als Mergim Berisha, Kenny Prince Redondo und Simon Asta ins Spiel kamen. Qualität war auf dem Platz, doch an der Spielkultur, an der Spielstruktur haperte es. Paderborn machte es clever. Die Gäste spielten ruhig und abgezockt. Sie hätten durch Stefano Marino die Führung ausbauen müssen (50, 60, 65.) oder durch Steffen Tigges (80.). In der Nachspielzeit verwandelte Filip Blbija einen umstrittenen Strafstoß. Lange Zeit wurde die Szene geprüft. Kennedy Okpala war von Robinson gefoult worden. Kenny Prince Redondo verkürzte kurz vor Spielende auf 1:2.
Der SC Paderborn rückt mit dem Sieg vorübergehend auf den ersten Platz. Sollte Schalke 04 heute Abend bei der SpVgg Greuther Fürth gewinnen, überholen sie die Ostwestfalen wieder.
