Ludwigshafen „Ein Kreis schließt sich“: Uwe Ochsenknecht geehrt

Fast ein Heimspiel: Uwe Ochsenknecht mit den Festivalleitern Daniela und Michael Kötz.
Fast ein Heimspiel: Uwe Ochsenknecht mit den Festivalleitern Daniela und Michael Kötz.

Schauspieler Uwe Ochsenknecht ist am Abend mit dem Schauspielpreis des 21. Festivals des deutschen Films ausgezeichnet worden – und genoss die Rückkehr in die Heimat.

Zwei Preise für Schauspielkunst vergibt das Festival des deutschen Films dieses Jahr. Den ersten hat am Freitagabend Uwe Ochsenknecht erhalten, der erstmals zu Gast auf der Parkinsel ist, sich aber hier ganz zu Hause fühlt: „Ein Kreis schließt sich“, sagte der in Mannheim aufgewachsene Schauspieler über den Preis. „Das ist ja meine Heimat hier, und ich höre immer auch den Dialekt gern, die Melodie. Wenn ich privat mit Menschen aus meiner Heimat zusammen bin, wird auch böser Slang gesprochen“, sagte er lachend.

„Keiner meiner Lehrer hätte geglaubt, dass ich 50 Jahre später hier den Preis für Schauspielkunst bekomme“, blickte er zurück auf die Zeit, als er in Mannheim von der Schule geflogen war. Und nicht nur, dass es ein Preis ist, der in der alten Heimat verliehen wird, freue ihn. „Wichtig ist mir auch, dass es ein Preis für Schauspielkunst ist“, sagte er mit Betonung auf das Wort „Kunst“. Das Spielen sei allerdings auch „ein Handwerk, das man erlernen könne, Talent vorausgesetzt“. Und man gehe in dem Beruf „ein Leben lang in die Lehre“.

Geduldig gab der 69-Jährige am roten Teppich Interview um Interview, posierte für Selfies und schrieb Autogramme. Den Kontakt zu den Zuschauern genießt er: „Ohne sie würde es das alles ja nicht geben.“ Ochsenknecht „wirft sich buchstäblich in seine Rollen hinein“, sagte Festivalleiter Michael Kötz später in seiner Laudatio. „Er hat nichts dagegen, wenn es anstrengend wird, manchmal wie bei einem Hochleistungssportler.“ Schließlich wirke er im Schnitt in 4,25 Filmen pro Jahr mit. ütz

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