Equines Herpesvirus Drei weitere Fohlen bei Springreiter gestorben

Sven Schlüsselburgs Spitzenpferd Bud Spencer hat die Quarantäne in Doha verlassen dürfen und ist gesund zu Hause. Doch der Reite
Sven Schlüsselburgs Spitzenpferd Bud Spencer hat die Quarantäne in Doha verlassen dürfen und ist gesund zu Hause. Doch der Reiter hat insgesamt neun Fohlen verloren.

Im Stall des deutschen Spitzen-Springreiters Sven Schlüsselburg haben drei weitere Stuten als Folge einer Herpes-Infektion ihre Fohlen verloren. Schlüsselburg, der bis 12. Februar mit acht Pferden bei der Turnierserie in Valencia am Start war, wo das aggressive Virus EHV-1 ausbrach, und unwissentlich den Erreger mit auf seinen Hof nach Ilsfeld bei Heilbronn gebracht hatte, ist besonders stark von der Panzootie (Pandemie bei Pferden) betroffen. Zwei seiner Pferde waren schon vor etwa zwei Wochen gestorben, und bereits sechs seiner Stuten hatten verfohlt, wie es in der Fachsprache heißt.

Bud Spencer ist wieder zu Hause

Schlüsselburgs Spitzenpferde Bud Spencer und die Nachwuchsstute Nascari sind inzwischen gesund aus Doha nach Europa zurückgekehrt. Beide waren in Valencia, ehe sie in Katars Hauptstadt zur Global Champions Tour geflogen und dort positiv getestet wurden. Nach mehreren drei Wochen konnten sie nun gesund die Quarantäne verlassen.

Bisher sind laut Weltreiterverband offiziell 17 Pferde an dem Herpesvirus gestorben. Begonnen hatte das Infektionsgeschehen bei einer Turnierserie im spanischen Valencia. Aber auch Pferde, die bei anderen Turnieren in Südeuropa waren – Spanien und Italien –, haben sich infiziert.

Nationale Turniere ab 29. März wieder möglich

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat derweil die nationale Turnier- und Veranstaltungssperre nicht über den 28. März hinaus erweitert. Allerdings bis zum 11. April unter der Voraussetzung, dass dabei keine Pferde vor Ort eingestallt werden oder übernachten. Laut FN-Generalsekretär Soenke Lauterach gebe es keine Hinweise darauf, „dass sich das Virus über die Ställe der Rückkehrer (von den Turnierserien, die Red.) hinaus verbreitet hat. Das war das Ziel des Veranstaltungsstopps der vergangenen Wochen. Deshalb können wir es jetzt verantworten, ab dem 29. März in die Freiluft-Saison zu starten.“ Der internationale Turnierbann der FEI gilt noch bis einschließlich 11. April.

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