Pfalz-Ticker Corona-App: Nur wenige geben Warnung an Gesundheitsamt weiter

5fa1a0007341c44b

Weil die Daten nicht automatisch an die Gesundheitsämter weitergeleitet würden, helfe die seit einigen Wochen etablierte Corona-Warnapp den Gesundheitsämtern nicht sehr dabei, Corona-Ausbrüche schnell zu bekämpfen. Das hat Ute Teichert, Bundesverbandsvorsitzende der Amtsärzte, in einer ersten Bilanz festgestellt. Die App, so Teichert, spiele „in der alltäglichen Arbeit der deutschen Gesundheitsämter so gut wie keine Rolle“.

Auch beim Gesundheitsamt Bad Dürkheim, das für den Landkreis und Neustadt zuständig ist, melden nur ganz wenige Personen, die über die App gewarnt worden seien, dass sie einen kritischen Kontakt hatten, sagt Sina Müller, Sprecherin der Kreisverwaltung auf Anfrage. Pro Woche sei das nur ein- bis zweimal der Fall. Daher wolle das Gesundheitsamt noch einmal darauf hinweisen, dass positiv getestete Menschen ihr Ergebnis auch in der App eintragen – weil eben nur dann andere gewarnt werden könnten. Wie viele das dann aber tatsächlich tun, könne das Gesundheitsamt nicht nachverfolgen, da es keinen Einblick habe, so Müller. Die Meldung sei natürlich freiwillig, „aber wir empfehlen, die App zu nutzen“.

Vier neue Fälle im Kreis

Im Kreis Bad Dürkheim sind laut Kreisverwaltung seit Mittwochmittag drei neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Anzahl im Landkreis seit Ausbruch der Pandemie auf 377. In Neustadt blieb die Anzahl mit 150 weiter unverändert. 14 Kreiseinwohner leiden noch an dem Virus, sechs aktive Infektionen sind der Behörde noch in Neustadt bekannt. In der Stadt Landau und im Landkreis Südliche Weinstraße sind seit Mittwoch vier neue Fälle dazugekommen. Die Gesamtzahl liegt damit bei 288, 270 Menschen sind wieder gesund.