Evangelische Kirche der Pfalz Claus Müller zum neuen Oberkirchenrat gewählt

Claus Müller setzte sich im dritten Wahlgang gegen Paul Metzger durch.
Claus Müller setzte sich im dritten Wahlgang gegen Paul Metzger durch.

Der Germersheimer Dekan Claus Müller ist neuer Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche der Pfalz. Müller setzte sich am Samstag bei der Landessynode in Kaiserslautern im dritten Wahlgang gegen Paul Metzger, Pfarrer in Ludwigshafen, durch. Auf Müller entfielen 36 der abgegebenen 64 Stimmen. Der dritte Kandidat, Dieter Hofmann aus Sachsenheim (Baden-Württemberg), war im zweiten Wahlgang ausgeschieden. Der 50-jährige Müller wird Nachfolger von Dorothee Wüst, die im Frühjahr kommenden Jahres ihr Amt als Kirchenpräsidentin antritt. Oberkirchenräte werden in der Evangelischen Kirch der Pfalz auf sieben Jahre gewählt. Wiederwahlen sind möglich.

„Glauben neu ins Gespräch bringen“

In seiner Rede vor der Wahl zeigte sich Müller überzeugt davon, dass der Bildungsarbeit in der protestantischen Kirche eine zentrale Rolle zukomme. Zudem gelte es, Glauben neu ins Gespräch zu bringen und die Kirche für die Menschen im 21. Jahrhundert zu gestalten. Dazu sei es nötig, vorhandene Ressourcen neu zu erschließen und die kirchlichen Strukturen, „in denen und durch die wir Glauben teilen“, zu reformieren. Weiter betonte Müller, dass kirchliche Arbeit nur im Team gelingen könne. Dabei sei ihm das Miteinander verschiedener Professionen ebenso wichtig, wie das von Haupt- und Ehrenamtlichen. Dieses Miteinander gelte es deshalb zu stärken.

Bei der Synode wurde außerdem der Haushalt für die Jahre 2021/22 festgestellt und die 100 Jahre alte Kirchenverfassung so geändert, dass Synoden nunmehr auch digital tagen und abstimmen können.