Pfalz-Ticker Bei anhaltender Schulschließung werden alle Schüler versetzt

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD)
Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD)

Sollten die Schulen in Rheinland-Pfalz nach dem 4. Mai immer noch geschlossen bleiben, bleibt kein Schüler sitzen, es sei denn, die Eltern wollen dies. Das geht aus einem fünfseitigen Brief hervor, den das Bildungsministerium am Freitag an alle Schulleitungen verschickt hat und der der RHEINPFALZ am SONNTAG vorliegt. Darin bereitet das Bildungsministerium die Schulen auf mögliche Szenarien vor, die von der Entwicklung der Corona-Krise abhängen.

Szenario eins sieht baldigen Schulbeginn vor

Zunächst ist die Schließung der Schulen bis 19. April vorgesehen, dem Ende der Osterferien. Sollten die Schulen dann wieder den regulären Betrieb aufnehmen oder spätestens zum 4. Mai, wird sich nur wenig gegenüber dem Normalbetrieb ändern. Dann werden auch die Entscheidungen über Versetzungen und Schulabschlüsse regulär fallen. Allein bei der Anzahl der Klassenarbeiten sind Abstriche möglich. Auch in der Oberstufe können andere Leistungsnachweise erbracht werden.

Szenario zwei: Schule beginnt nach dem 4. Mai

Bleiben die Schulen nach dem 4. Mai geschlossen, gelten andere Regeln. Dann erfolgen für schwache Schüler „Versetzungen in besonderen Fällen“, das heißt, sie bleiben nicht sitzen. Wessen Schulabschluss der Berufsreife oder der mittleren Reife gefährdet ist, kann weitere Leistungsnachweise erbringen, um die Noten zu verbessern. Für die Oberstufen heißt dieses Szenario auch, dass die Leistungen, die während der Schulschließungen erbracht werden, benotet werden müssen. Derzeit wird auf eine Notengebung aus Gerechtigkeitsgründen verzichtet, weil nicht alle Schüler die gleichen Bedingungen zu Hause haben.

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