Hochwasser „Aktion Deutschland Hilft“: Spendenrekord für Opfer der Flutkatastrophe

Die Schäden nach dem Hochwasser an der Ahr waren immens.
Die Schäden nach dem Hochwasser an der Ahr waren immens.

Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft hat im auf die Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland 2021 folgenden Jahr einen Spendenrekord in Höhe von rund 282 Millionen Euro erzielt. Es sei die höchste Spendensumme in der 21-jährigen Geschichte des Bündnisses gewesen, teilte dieses am Mittwoch in Bonn mit. Den Zusammenschluss von über 20 Hilfsorganisationen gibt es seit 2001.

35 Millionen Euro finanzielle Soforthilfen wurden von den Spenden bislang an Privatpersonen überwiesen, weitere Zahlungen sind geplant. Zudem wurden 322 beheizbare Mobilheime sowie unter anderem Arzt- und Apothekencontainer errichtet. Das Bündnis unterstützte außerdem über 250 Institutionen und Vereine wie Seniorenheime, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten und Freiwilligennetzwerke.

„Immer wieder wurden und werden in der Öffentlichkeit kritische Stimmen laut, dass die Hilfe nicht oder zu langsam ankomme“, erklärte die geschäftsführende Vorständin Manuela Roßbach. Doch nach knapp einem Jahr und angesichts der Größe der Naturkatastrophe könne gesagt werden, dass die Bündnisorganisationen sehr viel in sehr kurzer Zeit geleistet hätten.

Starke Regenfälle hatten Mitte Juli vergangenen Jahres katastrophale Überschwemmungen an Flüssen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausgelöst. Viele Gemeinden, insbesondere im rheinland-pfälzischen Ahrtal, wurden verwüstet. In Rheinland-Pfalz kamen im Zusammenhang mit dem Hochwasser 134 Menschen ums Leben. In Nordrhein-Westfalen gab es 48 Tote.

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