Maikammer
Zwischen Keller, Kabel und Krone: Lena Orth startet als Weinprinzessin
Bereits seit Kindertagen ist Lena Orth aus Maikammer mit der Kunst der Weinverarbeitung vertraut. Aufgewachsen in einem Betrieb für Kellereitechnik, war ihr früh die Bedeutung des Weinbaus für die Region bewusst. Am Samstag wird die angehende Elektronikerin zur neuen Weinprinzessin gekürt.
Erste Berührungspunkte mit dem Weinbau habe es schon „sehr, sehr früh“ gegeben, sagt Lena Orth. Die designierte Maikammerer Weinprinzessin erzählt an diesem sonnigen Aprilvormittag vom familieneigenen Betrieb für Kellereitechnik, in dem „alles, was Winzer im Keller für die Weinverarbeitung brauchen“, verkauft und repariert wird. Ihr sei dort immer viel gezeigt worden – sowohl vom Opa als auch vom Vater. So sei ihr früh bewusst geworden, wie viele Menschen in der Region im Weinbau tätig sind.
Noch mehr über Wein lernen
Trotz dieser Erfahrungen stand der Wunsch, selbst einmal Weinprinzessin zu werden, lange nicht im Vordergrund. Interessiert habe es sie zwar schon länger, so die 20-Jährige, aber sie hätte auch kein Problem damit gehabt, wenn jemand anderes das Amt übernommen hätte. „Ich bin ein Mensch, der anderen gerne den Vortritt lässt“, sagt sie und lacht. Umso mehr freut sie sich nun auf die kommenden zwei Jahre als Weinhoheit, in denen sie das Dorf und den Wein repräsentieren wird.
Die ersten Termine stehen bereits an – unter anderem die Eröffnung der Weinfeste im Ort. Besonders freue sie sich auf den Austausch mit Menschen und darauf, noch mehr über das Thema Wein zu lernen.
Und wie lässt sich das Amt mit dem Beruf vereinbaren? Lena Orth, die vor zwei Jahren am Käthe-Kollwitz-Gymnasium ihr Abitur abgelegt hat und anschließend einen kurzen Zwischenstopp an der TU Kaiserslautern eingelegt hat, beginnt im August eine Ausbildung zur Elektronikerin bei den Pfalzwerken. „Das fand ich schon immer sehr interessant“, sagt sie. Der Beruf sei zwar männerdominiert, doch das sei für sie kein Problem – und er habe Zukunftspotenzial.
Sehr mit dem Dorf verbunden
Ob daneben noch Zeit für Hobbys bleibt? „Ich hoffe!“, sagt Lena Orth und lacht. In ihrer Freizeit ist sie sportlich aktiv: Seit der ersten Klasse betreibt sie Rope Skipping und trainiert dafür einmal pro Woche in einem Neustadter Verein. Auch Fitnessstudio, Rennradfahren und Mountainbiken gehören zu ihren Hobbys. Wichtig ist ihr, dass der Sport nicht zu kurz kommt.
Wenn sie nicht gerade trainiert, engagiert sie sich in der Landjugend und im Jugendtreff. Insgesamt sei sie sehr mit dem Dorf verbunden – das merkt man auch, wenn sie über Maikammer spricht.
Und welche Rebsorte bevorzugt die künftige Weinprinzessin? „Sauvignon Blanc“, sagt sie, „und wenn es ein guter Müller ist, sag ich auch nicht nein.“
Für ihre Amtszeit wünscht sich Lena Orth, die auch regelmäßig als Zuschauerin beim 1. FCK auf dem Betzenberg anzutreffen ist, vor allem eines: „Dass ich viele nette neue Leute kennenlerne und einiges dazulerne, was ich für mein Leben mitnehmen kann.“

Dürfen wir nachschenken?
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