Neustadt Zuschüsse für Mehrwegstoffwindel

Durch das neue Angebot soll das Müllaufkommen beim Wechseln der Windeln reduziert werden.
Durch das neue Angebot soll das Müllaufkommen beim Wechseln der Windeln reduziert werden.

Jetzt muss nur noch der Stadtrat zustimmen.

Die Stadt Neustadt wird künftig die Verwendung von Mehrwegstoffwindeln fördern. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Werkausschuss am Donnerstagabend mehrheitlich getroffen.

Nun muss der Stadtrat im Februar noch der entsprechenden Satzung bei der Abfallentsorgung zustimmen, dann kann die finanzielle Förderung zum 1. März starten. Die Initiative zur Förderung war im Dezember von einem CDU-Antrag ausgegangen. Damit Familien in den Genuss der Förderung kommen, müssen sie die Geburtsurkunde sowie die Rechnung über den Kauf eines Mehrwegwindelsystems oder eines Mietvertrags bis zu 30 Monate mit einem Stoffwindel-Leihservice vorlegen. Der Zuschuss ist auf 50 Prozent des Rechnungsbetrags, maximal jedoch 120 Euro begrenzt.

Bis zu einer Tonne

Laut Bürgermeister Stefan Ulrich wurde intensiv über die ökologischen Vor- und Nachteile diskutiert. Denn beim Mehrwegsystem müsse ja mehr gewaschen werden, was zu mehr Abwasser führe. Dennoch sehe er in der Mehrwegstoffwindel-Förderung ein „vernünftiges Zusatzangebot zur Abfallvermeidung“. Er gehe auch nicht von einem zu großen Andrang aus, sodass die Bearbeitung im regulären Rahmen bei der Verwaltung erfolgen könne, so Ulrich. In ein, zwei Jahren soll dann Bilanz gezogen werden.

Klar sei, dass durch das Mehrwegsystem bis zu eine Tonne weniger Müll pro Kind anfalle. Das erspare der Stadt Ausgaben von rund 120 Euro beim Betreiber der Ludwigshafener Müllverbrennungsanlage – und dieser Betrag könne daher als Zuschuss an Neustadter Familien ausgezahlt werden. Man rechne mit etwa zehn Anträgen im Jahr und somit Kosten von 1200 Euro.

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