Kommentar
Zum Besucherlenkungskonzept: Noch ziemlich abstrakt
Was 2010 angestoßen wurde, hat 2023 ein grünes Häkchen bekommen. Neustadt hat lange gebraucht, doch nun verfügt die Stadt über ein vom Biosphärenreservat genehmigtes Besucherlenkungskonzept. Im Stadtrat war die Erleichterung darüber förmlich greifbar. Für Bürger und Wanderer ändert sich erst einmal wenig, noch ist alles eher abstrakt. Und niemand wird sie sonntags von einem Weg holen.
Was jetzt zählt, sind die nächsten Schritte. Sobald die Beschilderung fertig und angebracht ist, kann die TKS mit den Rundwegen werben. Erst dann können Wanderer wie jetzt auf dem Drumrum-Weg alles ausprobieren und bewerten. Doch vor 2025 wird das nicht der Fall sein.
Mit der Besucherlenkung soll vor allem herausgestellt werden, dass der Pfälzerwald geschützt werden muss. Für viele ist das reine Bürokratie. Andererseits zeigen die Waldparkplätze an den Wochenenden, wie viel Trubel im Wald herrscht. Folglich braucht es mehr Schutz und weniger Tourismus für sensible Gebiete wie den Stabenberg. Und selbst dort scheint es einen guten Kompromiss zu geben.

