Neustadt Ziel: Zweiter Renntag ab 2016

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Besonders stolz sind die Verantwortlichen des Pfälzischen Rennvereins, dass die Veranstaltung nach mehrjähriger Pause wieder am angestammten Traditionstermin stattfindet. Das Direktorium in Köln hat durch Chefhandicapper Harald Siemen ohne Einschränkung grünes Licht gegeben. „Alle Rennen und deren Dotierung sind durch Sponsoren abgedeckt. Es besteht hier kein finanzielles Risiko“, betont Vorstandsmitglied Oliver Jung auf Anfrage der RHEINPFALZ. Neben den traditionellen Sponsoren konnten unter anderem ein örtliches Bauunternehmen und der Holiday Park zur finanziellen Unterstützung animiert werden. Die bundesweite Resonanz war überwältigend, die Startmaschine wird gut gefüllt sein. Alleine für die sechs Vollblutkonkurrenzen gab es 80 Nennungen, darunter auch vom Quartier des mehrfachen Champions Christian Freiherr von der Recke aus Weilerswist vor den Toren Kölns. Im März hatte sich die Lage noch anders dargestellt: Die damalige Präsidentin Heike Trautwein war während einer Vorstandssitzung zurückgetreten. Die Rechtsanwältin aus Bad Bergzabern wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen. „Es gab unterschiedliche Auffassungen über die Art der Zusammenarbeit und der Kommunikation“, sagt Bürgermeister Lothar Lorch (CDU). Er und Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) führen momentan als gleichberechtigte Vizepräsidenten die Geschäfte. Einen Zusammenhang mit dem geplatzten Wechsel des Profitrainers Oliver Schnakenberg nach Haßloch verneint Jung entschieden. Schnakenbergs Umzug von Verden nach Haßloch war schon im Internetportal „galopponline“ publiziert worden. „Trautwein war die einzige Person, die mir von Anfang an Vertrauen entgegengebracht hat. Während der Sitzung hatte ich den Eindruck, dass man mich nicht haben will“, sagt Schnakenberg, der nun im saarländischen Honzrath trainiert. „Schnakenberg wollte ursprünglich als Untermieter in den Stalltrakt von Franz Bach. Dies hat sich jedoch zerschlagen. Wir hätten zugestimmt, doch wir haben nur rund zehn Boxen zur Verfügung. Er hatte jedoch mit 15 bis 20 Pferden im Training geplant. Die generelle Bereitschaft zur Aufnahme eines Public Trainers ist vorhanden“, meint Jung. Ihlenfeld betont, dass zur Vorbereitung des Renntages ein „riesiger Kraftakt“ von allen Beteiligten und Helfern notwendig war. Er verbindet seinen Dank mit einem klaren Bekenntnis zum Turf im Großdorf. „Der Galopprennsport hat hier eine lange Tradition. Wir sind fest entschlossen, dies aufrechtzuerhalten. Wir werden zeitnah ein klares Konzept präsentieren“, verspricht Ihlenfeld. Dazu gehört vorrangig die Einrichtung eines zweiten Renntages ab 2016. Die finanzielle Situation bezeichnet er als geordnet. Mit der Sparkasse habe der Verein eine langfristige Vereinbarung, die von beiden Seiten eingehalten werde. In den vergangenen vier Jahren seien rund 70.000 Euro an Verbindlichkeiten abgebaut worden. Ihlenfeld und Lorch haben ihre Bereitschaft signalisiert, als Vizepräsidenten weiter zur Verfügung zu stehen. Nach dem Renntag soll zeitnah ein Nachfolger für Trautwein gewählt werden. „Es soll jemand sein, der einen direkten Bezug zu Galopprennen und einen guten Draht zu den Verantwortlichen des Sports hat“, definiert Lorch das Anforderungsprofil.

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