Handball
Worte eines Ex-Weltmeisters sollen TSG Haßloch motivieren
Das Ergebnis täuscht ein wenig. Trotz einer deutlichen 22:31 (12:18)-Niederlage hat sich Handball-Drittligist TSG Haßloch beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer HG Saarlouis achtbar aus der Affäre gezogen. Ein Ex-Weltmeister lobt die TSG sogar.
Sechs Klein-Treffer
Erfolgreichster Torschütze war diesmal Eigengewächs Niklas Klein mit sechs Treffern, der nach seiner Rückkehr zu seinem Heimatverein im rechten Rückraum zu einer festen Säule geworden ist. „Auch wenn wir so deutlich verloren haben: Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn sie hat nicht aufgegeben und bis zu Schluss um den Ball gekämpft“, sagt der sichtlich gesundheitlich angeschlagene Interimstrainer Kevin Seelos. „Wir haben locker zehn oder mehr Bälle verworfen, dazu noch drei Siebenmeter. Und dann hatten wir noch zwei, drei technische Fehler. Wenn man die zumindest teilweise abstellen könnte, dann wäre das Ergebnis anders ausgefallen“, sagt der 37-Jährige.
Hoffen auf den Ausgleich
In der Tat: Die „Bären“ waren selbstbewusst ins Saarland gereist, versuchten von der ersten Minute an, dem Gastgeber Paroli zu bieten. Das gelang ansatzweise. „Man sollte nicht außer Acht lassen, dass Saarlouis gerade in dieser Saison sehr viel Qualität und so auch das Ziel Zweite Liga vor Augen hat“, ergänzt Seelos.
Der Gegner war nicht der Maßstab für die „Bären“. Saarlouis führte von der ersten Minute an, aber Haßloch blieb zunächst in Schlagweite. Als Niklas Klein auf 11:14 (27.) verkürzte, durfte die TSG noch auf den Ausgleich hoffen. Aber dann schlugen die Flügel der Saarländer mit den beiden Ex-Bundesliga-Spielern Lars Weisgerber und Yves Kunkel zu und sicherten mit ihren Kontern die 16:11-Führung.
Probleme bei Gegenstößen
„Gerade die Gegenstöße aus der zweiten Welle haben uns Probleme bereitet“, weiß Seelos. Eine Thematik, die er bis zum nächsten Heimspiel gegen den TV Gelnhausen mit seinen Jungs besprechen möchte.
Nach dem Pausentee war Saarlouis nicht zu bremsen. Mit einem Vier-null-Lauf erhöhten die Schützlinge des neuen Trainers Jörg Lützelberger auf 22:12. Die Haßlocher gaben sich nicht geschlagen, denn Seelos fand in der Auszeit die richtigen Worte. „Mir war es wichtig, dass wir nicht die Köpfe hängen lassen. Das hat die Mannschaft auch nicht getan“, so Seelos. Niklas Glindemann verkürzte auf 18:24 (41.). „Wir wollten mehr, aber wir sind auch an den eigenen Fehlern gescheitert.“ Trotzdem zieht Interimstrainer Seelos, der diesmal auf Spielmacher Yannick Treiber verzichten musste, positive Rückschlüsse: „Das war wieder einen Schritt nach vorne.“ Er lobt die Deckungsarbeit von Noa Zeimet und Niklas Glindemann. Auch Loic Modzinski im TSG-Tor habe überzeugt. Da hatte sogar der neue Sportdirektor der HGS, Ex-Weltmeister Marcus Baur, einige lobende Worte für die Jungs aus dem Großdorf parat: „Wenn sie so weiter machen, werden sie ihre Punkte noch holen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Worte, die als Motivation verstanden werden sollten.
Heimspiel gegen Gelnhausen
Schon am nächsten Samstag geht es weiter: Diesmal wieder im TSG-Sportzentrum. Dann erwarten die „Bären“ den TV Gelnhausen, der überraschend vor eigener Kulisse gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf einen Punkt abgeben musste. wij