Fußball
Wieso der 1. FFC Niederkirchen auf einen Patzer des TuS Wörrstadt hoffen muss
Der 1. FFC Niederkirchen ist in dieser Saison nicht nur ungeschlagen, sondern kam durch zuletzt acht Siege in Folge in der Tabelle der Frauenfußball-Verbandsliga Südwest immer näher an Spitzenreiter TuS Wörrstadt heran. Um die Rheinhessinnen noch von Rang eins verdrängen zu können, muss der FFC aber trotzdem auf mindestens einen weiteren Patzer des deutschen Meisters von 1974 hoffen.
Während die Niederkirchenerinnen in der Rückrunde noch ohne Punktverlust geblieben sind, war Wörrstadt außer beim 2:2 am 13. April in Heltersberg seit der Winterpause in mehreren weiteren Spielen Punktverlusten nahe. Am 22. März gewann der TuS nach langem 0:1-Rückstand erst durch einen Treffer von Rebekka Kling in der letzten Spielminute mit 2:1. Beim 4:2-Sieg am 11. April in Kottweiler-Schwanden führten die Gastgeberinnen bis zur 42. Minute mit 2:0, und auch am vergangenen Sonntag im Gastspiel in Obersülzen war es für den TuS sehr eng: In der 89. Minute führte der SVO mit 3:2, verlor aber noch mit 3:4. Auch wenn dem FFC die drei Punkte aus dem Heimspiel gegen den SC Siegelbach II aufgrund Nichtantritts der Gäste gutgeschrieben werden, beträgt sein Rückstand zu Wörrstadt noch vier Zähler. Selbst im Falle eines Niederkirchener Sieges in Wörrstadt am 16. Mai wäre es noch einer.
In dieser Saison noch nicht verloren
„Es spricht für eine gewisse Qualität, wenn eine Mannschaft am Ende Spiele noch dreht. Wer am Ende oben steht, steigt auch verdient auf“, stellt FFC-Trainer Gerd Freymüller anerkennend fest. Auch wenn es für sein Team am Ende nicht reiche, sei die Entwicklung gut.
„Wir haben seit dem Abstieg aus der Regionalliga einschließlich Freundschaftsspielen 48 Partien bestritten und davon nur drei verloren, in dieser Saison noch keines. Außerdem haben wir in unseren bisherigen 18 Punktspielen nur 13 Gegentreffer und damit die wenigsten der Liga bekommen“, betont er zufrieden. Die vier Remis in der Vorrunde seien bedauerlich und am Ende möglicherweise entscheidend. „Dabei sind wir entweder an uns selbst oder einer schlechten Chancenverwertung gescheitert. So ist das im Fußball.“
Zweiter Platz fast sicher
Der zweite Tabellenplatz, den der FFC mit 14 Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten SV Obersülzen belegt, ist den Niederkirchenerinnen kaum noch zu nehmen. „Da stehen wir auch zurecht“, stellt Freymüller klar. Bei der jüngsten Siegesserie seien es fünfmal Gegner gewesen, die die Plätze drei bis sechs belegten.
Kritisch sieht er die Aufstiegsregelung: „Für die Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs sehe ich es als wenig förderlich an, wenn in der nur zwölf Mannschaften umfassenden Regionalliga Südwest Teams mit sechs oder sieben Punkten den Klassenverbleib schaffen können, aber stärkere Verbandsligisten, die nicht Meister werden, nicht aufsteigen können.“ Als Regionalligist sei man für junge Spielerinnen viel attraktiver.
Mentale Entwicklung
„Trotzdem bleibt unsere Mannschaft zusammen. Die Spielerinnen erkennen, dass sie sich bei uns weiterentwickeln und engagieren sich entsprechend“, lobt er. In dieser Saison sei der Schwerpunkt auf die mentale Entwicklung gelegt worden.
Termine
Bezirksliga Vorderpfalz: 08 Haßloch - SV Erlenbach, SV Geinsheim - SV Obersülzen (beide Sonntag, 15 Uhr), FV Freinsheim - TSG Deidesheim (Sonntag, 15.15 Uhr);
A-Klasse Rhein-Mittelhaardt: TuS Maikammer - FSV Schifferstadt II (Samstag, 17 Uhr), FV Dudenhofen III - VfB Haßloch, SV Rot-Weiß Seebach - TuS Niederkirchen (beide Sonntag, 15 Uhr);
A-Junioren-Landesliga Südwest, Staffel A: TSG Deidesheim - FG 08 Mutterstadt (Samstag, 16 Uhr);
B-Junioren-Landesliga Südwest, Staffel A: SV Phönix Schifferstadt - TSG Deidesheim (Samstag, 15 Uhr), JSG Hauenstein/Lug-Schwanheim (Samstag, 18 Uhr);
C-Junioren-Landesliga Südwest, Staffel A: TSG Deidesheim - VfR Wormatia Worms II (Samstag, 13.30 Uhr);
D-Junioren-Landesliga Südwest, Staffel A: 1. FC 23 Hambach - FC Speyer 09 II (Samstag, 15.30 Uhr);
Frauen-Verbandsliga Südwest: FFV Fortuna Göcklingen - 1. FFC Niederkirchen (Samstag, 17 Uhr)
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