Neustadt Westerwälder Weinliebhaber

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Der Vorstand der Sparkasse Mittelhaardt wird voraussichtlich zum 1. Dezember wieder komplett sein. Am Dienstagabend ist Georg Lixenfeld von der Versammlung des Zweckverbands zum Nachfolger von Hartmut Steudle bestellt worden, der seit Ende Juni im Ruhestand ist. Der 54-Jährige kommt von der Kreissparkasse Köln, der größten in Kreisträgerschaft bundesweit.

„Ein guter Schluck Wein ist Lebensqualität.“ Mag sein, dass Georg Lixenfeld diesen Satz, den er gestern der RHEINPFALZ am Telefon sagte, nicht in seinen Bewerbungsunterlagen stehen hatte. Sonst hätte er womöglich schon zum 1. August als drittes Vorstandsmitglied neben Karl Mang und Thomas Distler seine neue Position angetreten. Scheint der gebürtige Limburger doch gut in die Pfalz zu passen. Die kennt er schon vom Urlaub in der Südpfalz, und er will bereits Ähnlichkeiten in Naturell und Mentalität zu den Westerwäldern festgestellt haben. Als solcher fühlt er sich seit seiner Kindheit, auch wenn er mit seiner Frau und den beiden Söhnen von 22 und 20 Jahren zuletzt wieder in seine Geburtsstadt an der Lahn zurückgekehrt war. Doch Lixenfelds Hauptmetier ist das Bankwesen, und da hatte die Findungskommission der Sparkasse bei 54 Bewerbern im März zunächst einen Konkurrenten hauchdünn vor ihm gesehen. Der kam auch aus Hessen, hat aber die Pfalz letztendlich verschmäht: Anfang Juni kam die überraschende Absage (wir berichteten). Dass Lixenfeld ihm von der Qualifikation her in nichts nachsteht, hatten Bankchef Mang und der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Neustadts Oberbürgermeister Hans Georg Löffler, vorab schon betont. Es lässt sich auch aus dem Werdegang des Westerwälders erahnen, der in Köln seit elf Jahren mit der Leitung des Firmenkundengeschäfts betraut war und auch als Verhinderungsvertreter des Vorstands fungierte. In seiner Laufbahn habe er bislang „die komplette Bandbreite des Sparkassenwesens kennengelernt“, sagt der Sparkassen-Betriebswirt, der seit 1991 Führungspositionen bekleidet. Banker ist er seit 1977, damals lernte er seinen Beruf „von der Pike auf“ bei der Nassauischen Sparkasse in Wiesbaden, landete über Nürnberg schließlich bei der Sparkasse in Siegburg, die 2003 mit Köln zur heute größten Kreissparkasse sowie zur drittgrößten Sparkasse bundesweit fusionierte. 2013 lag das Bilanzvolumen bei 24 Milliarden Euro, das Haus beschäftigt laut Lixenfeld derzeit knapp 4000 Mitarbeiter. Bereits Ende Juli gibt es zudem einen Führungswechsel im Firmenkundengeschäft der Sparkasse Rhein-Haardt: Christian König, Verhinderungsvertreter des Vorstands und für das Firmenkundengeschäft in Bad Dürkheim zuständig, geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Torsten Eckhard, der bislang das Firmenkundengeschäft der Sparkassenfiliale in Neustadt leitete. (psp/Foto: privat)

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