Neustadt Welche kostenlosen Führungen es zum Rheinland-Pfalz-Tag gibt

Bei einer Führung stehen die Altstadtgassen, hier die Mittelgasse, im Mittelpunkt.
Bei einer Führung stehen die Altstadtgassen, hier die Mittelgasse, im Mittelpunkt.

Wenn Neustadt vom 23. bis 25. Mai den Rheinland-Pfalz-Tag feiert, können die Gäste an vielen Führungen teilnehmen. Diese sind kostenlos, man muss sich aber anmelden.

Das Landesfest in Neustadt lockt mit einem Programm auf fünf Bühnen und mit Ständen von rund 200 Ausstellern. Doch es gibt über die drei Tage verteilt auch Führungen aus verschiedenen Bereichen, die ebenfalls nichts kosten. Wer daran teilnehmen will, muss vorher über die Webseite des Rheinland-Pfalz-Tags (www.rlp-tag.de) unter Veranstaltungen buchen. Einige der Führungen finden an mehreren Terminen statt.

So können Gäste an einer etwa zweistündigen Historischen Altstadtführung teilnehmen. Dabei steht logischerweise die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, den Fachwerkhäusern und Brunnen, der gotischen Stiftskirche und dem Marktplatz im Mittelpunkt. Am Schluss gibt es laut Ankündigung „ein Schlückchen Pfälzer Wein“ im Hof der Weinbruderschaft.

„Freiheitsträume – Geschichte hautnah erleben“ heißt ein Angebot, bei der es zu Schauplätzen der Demokratiebewegung geht, die im Hambacher Fest 1832 gipfelte. Die Führung in der Stadt ist mit 45 bis 60 Minuten angesetzt.

Couragierte Frauen

Mit dem „Mauerläufer Lysch“ können Besucher auch in die Untiefen der alten Nuwestat (früherer Name für Neustadt) eintauchen. „Auf der Mauer, auf der Lauer – geheime Pfade zu dunkler Stadtgeschichte“ heißt diese Führung. Mit einem Augenzwinkern werden dabei laut Veranstalter Geschichte, Architektur und pikante Anekdoten zu einem packenden Abenteuer verwoben. Bei der einstündigen Führung können man sich auf „blutgetränkt-humorvolle Geschichten, überraschende Einblicke und menschliche Abgründe“ freuen.

Ein weiteres Angebot führt zu Stationen couragierter Neustadter Frauen aus der jüngeren und älteren Vergangenheit. So werden die Teilnehmer vor dem Grabmal der Kurfürstin Margarete von Aragound den Wohnhäusern der mutigen Kunigunde und der Familie Abresch stehen. Als Dauer werden anderthalb Stunden angegeben.

Auch eine Nachtwächterführung mit Bernd Wolf, der mit schwarzem Hut und wollenem Umhang unterwegs ist und auf eine Reise in die Vergangenheit mitnimmt, kann gebucht werden. Dauer: eine Stunde

Besondere Innenhöfe und Kirchenräume stehen im Mittelpunkt einer Pilgerführung, bei der die Gäste die Stadt mit den Augen eines mittelalterlichen Pilgers wahrnehmen sollen. Dafür sind anderthalb Stunden angesetzt.

Shuttle zum Schloss

Darüber hinaus gibt es auch Führungen außerhalb der Innenstadt, die aber mit einem kostenfreien Shuttlebus erreichbar sind. Ein solcher fährt aufs Hambacher Schloss, wo sich bei einer Führung das Schloss und die Ausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ erkunden lassen. Im Anschluss an den 45-minütigen Rundgang können die Gäste den interaktiven Ausstellungsteil „Farbe bekennen“ auf eigene Faust ausprobieren. Auf dem Schloss ist samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr auch der normalerweise geschlossene Schlossturm geöffnet.

2027 lädt Neustadt zur Landesgartenschau (LGS) ein. Wer sehen möchte, wie das Gelände, auf dem bereits gearbeitet wird, derzeit aussieht, kann sich einer einstündigen Führung anschließen. Ein Shuttlebus fährt vom Hauptbahnhof zum LGS-Gelände.

Ebenfalls vom Hauptbahnhof gelangt man per Shuttlebus zur Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus im Quartier Hornbach. Das Gelände war im März und April 1933 ein frühes Konzentrationslager der Nationalsozialisten.

In der Innenstadt bietet zudem Michael Landgraf als Stadtschreiber eine Führung an. Anmeldung ist in diesem Fall direkt bei Landgraf, die notwendigen Infos dazu stehen auch auf der Webseite des Rheinland-Pfalz-Tags.

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