Neustadt Weincampus: Lokale Förderer ermöglichen Stipendien für Studenten

Blick auf das Weincampus-Gelände in Neustadt-Mußbach.
Blick auf das Weincampus-Gelände in Neustadt-Mußbach.

Die Zukunft der Weinbranche stand beim Weincampus in Mußbach im Mittelpunkt. Eine zentrale Rolle spielten lokale Förderer, die Studenten mit Stipendien unterstützen.

Wie steht es um die Weinbaubranche? Welche Krisenlösungen gibt es, worin liegen Entwicklungsmöglichkeiten? Über solche Fragen wurde auf Einladung der Fachschaft am Weincampus in Mußbach diskutiert. Der inhaltliche Rahmen passte insofern, da an dem Nachmittag vor allem auch die Stipendien verliehen wurden.

Laut Informationen des Weincampus zählt der Neustadter Meininger-Verlag seit 2009, dem Weincampus-Gründungsjahr, zu den wichtigsten Förderern: Er unterstütze studentische Auslandsaufenthalte, Exkursionen, Studierende in Notsituationen oder junge Eltern. Zudem fließe ein Teil des Geldes in die finanzielle Unterstützung zweier Studierender mit dem Deutschlandstipendium in Höhe von je 3600 Euro. Die Karl-Josef-Wagner-Stiftung der Sektkellerei Schloss Wachenheim fördert laut Weincampus drei Studierende mit einem Deutschlandstipendium. Ein Deutschlandstipendium laufe ein Jahr und bestehe generell zu je 50 Prozent aus Mitteln von privaten Unternehmen und vom Bund. Der Soroptimisten Club Frankenthal ermögliche ein Stipendium, das ausschließlich weibliche Studentinnen und Doktorandinnen unterstützte, so der Weincampus. Josephine Maino ist diesjährige Stipendiatin und erhält für herausragende Studienleistungen 1000 Euro. Maino befindet ist im sechsten Semester des Dualen Bachelorstudiengangs Weinbau und Oenologie.

Auf die Chancen achten

Reinhold Hörner, Weinbaupräsident der Pfalz und Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, sowie Dirk Gerling, Hauptgeschäftsführer vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd, betonten, dass man geschlossen hinter dem dualen Studienmodell des Weincampus stehe. In der dortigen Ausbildung sehe man einen „maßgeblichen Hebel für die Qualitätsoffensive im zukünftigen Weinbau“. Beide motivierten ihre jungen Zuhörer: Es gebe gute Perspektiven im Weinbau, wenn gute Arbeit geleistet werde.

Karin Henneke, Geschäftsführerin der Neustadter Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG), spornte die Studierenden ebenfalls an, sich auf Chancen zu konzentrieren. Sie wies darauf hin, dass die Stadt Gründungen fördere und bei Lösungen für Betriebsnachfolgen unterstütze. Weitere Vertreter aus der Stadtgesellschaft hoben zudem die Bedeutung, der Weincampus-Studenten für Neustadt hervor.

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