Elmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Wegen Sicherheitsmängeln: Beliebtes Wanderziel im Pfälzerwald gesperrt

Abgelegen, aber lohnend: der Schindhübelturm. Derzeit ist er aber gesperrt.
Abgelegen, aber lohnend: der Schindhübelturm. Derzeit ist er aber gesperrt.

Wegen Mängeln am Holz ist der Schindhübelturm in Elmstein gesperrt. Wie geht es mit dem Turm weiter?

Bei Wanderern ist der Schindhübelturm in Elmstein ein beliebtes Ziel. Der 17 Meter hohe Aussichtsturm liegt auf dem Schindhübel, der höchsten Erhebung des Landkreises Bad Dürkheim und bietet einen weiten Blick über den Pfälzerwald. Seit zwei Wochen ist er allerdings gesperrt. Jannis Roth vom Forstamt Johanniskreuz sagt: „Wir haben uns den Turm mit verschiedenen Leuten vom Forstamt angeschaut und an mehreren Stellen festgestellt, dass es im Holz Verdrückungen gibt.“ Teilweise sei das Holz des mehr als 50 Jahre alten Turms auch komplett morsch. Deshalb wurde er vorerst gesperrt. Eine Vorsichtsmaßnahme: „Der Turm ist gesperrt, damit dort nichts passiert.“ Es sei nicht auszuschließen, dass beim Betreten der Treppe ein Brett durchbrechen könnte und sich jemand verletzt. Die Wanderwege zum und rund um den Turm sind hingegen frei begehbar, nur der Turm selbst ist durch Zäune abgesperrt.

Ende der Sperrung noch nicht ersichtlich

Bis wann die Sperrung des Schindhübelturms andauern wird, ist bisher noch nicht abzusehen. Am Donnerstag fand ein erster Termin mit einem Gutachter eines Statikbüros statt, der sich einen Eindruck vom Zustand des Turms machte. Um eine seriöse Aussage über die Zukunft des Schindhübelturms zu treffen, werde der Gutachter in den kommenden zwei Wochen jedoch nochmal vor Ort sein, um weitere Tests zu machen. „Wir rechnen damit, dass wir etwa in drei Wochen ein Gutachten haben werden, auf das wir zurückgreifen können“, sagt Jannis Roth auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Erst, wenn das Gutachten vorliege, könne das Forstamt einschätzen, was genau an dem Bauwerk gemacht werden müsse. Der Gutachter teilte nach seinem ersten Eindruck aber die Meinung des Forstamtes, sodass der Turm bis auf Weiteres gesperrt bleibt.

Im Jahr 2020, als der Schindhübelturm urm mit einem neuen Anstrich und Wetterschutz versehen wurde, prophezeite der damalige Amtsleiter der Forstbehörde, Burkhard Steckel, dem Turm eine weitere Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren. Das ist nun sechs Jahre her. Bis klar ist, wie es mit dem Turm weitergeht, müssen Wanderer darauf verzichten, ihn zu betreten und die Aussicht über den Pfälzewald zu genießen. Das Forstamt Johanniskreuz hat jedoch einen alternativen Tipp: Der Eschkopfturm liegt nur rund drei Kilometer vom Schindhübelturm entfernt und bietet ebenfalls einen Panoramablick über den Pfälzerwald.

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