Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Was sich im letzten Jahr für den Radverkehr getan hat

Für das Radverkehrskonzept wurde ein Befahrungsnetz mit den häufigsten Routen von Radfahrern erarbeitet. In der AG Rad bekamen d
Für das Radverkehrskonzept wurde ein Befahrungsnetz mit den häufigsten Routen von Radfahrern erarbeitet. In der AG Rad bekamen die Teilnehmer die Möglichkeit, noch Nachbesserungen anzumerken.

In der AG Rad diskutieren Radverbände und Stadtverwaltung über die Interessen von Fahrradfahrern. An der Infrastruktur wird stetig nachgebessert – doch das reicht nicht allen.

Die Verwaltung präsentierte zahlreiche Fortschritte und geplante Vorhaben in Sachen Radinfrastruktur. Ein Schnellüberblick über die wichtigsten Kernpunkte:

Radschutzstreifen

2025 hat die Maximilianstraße auf Abschnitten Radschutzstreifen bekommen, in Landauer- und Talstraße wurden die Markierungen aufgefrischt. Auf der Nordseite der Robert-Stolz-Straße sind 2026 Radschutzstreifen geplant, außerdem sollen Aufstellflächen für Radfahrer an Einmündungen markiert werden. In Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) befinden sich Schutzstreifen bergauf in der Pfalzgrafenstraße. Für beidseitige Radinfrastruktur fehlt auch hier der Platz, gleiches gilt für die Lücken in der Schillerstraße, wie Verkehrsplanerin Miriam Kuder erklärte. „Wir haben da bereits einen ganzen Parkstreifen entfernt, was schon für Unmut bei Anwohnern gesorgt hat.“

Abstellanlagen

Neue Abstellanlagen gibt es seit letztem Jahr am Bachgängel, auf Höhe Kastanienweg 26, am Bayern- und Kohlplatz sowie in der Peter-Koch-Straße in Gimmeldingen. Die Anlage in der Unterführung in der Schütt wurde erweitert. Geplant sind neue Abstellmöglichkeiten an den Ecken Friedrichstraße/Laustergasse und Kellereistraße/Laustergasse sowie an der Südseite des Hauptbahnhofs/Schillerstraße. Am Steg zu den Gleisen sind zwei neue Anlehnbügel in Reihe sowie vier Stück anstelle eines bisherigen Taxiparkstands vorgesehen. Noch 2026 umgesetzt werden sollen Fahrradparkplätze in der Konrad-Adenauer-Straße 10, neben solchen für Stadtbedienstete auch 32 öffentliche. In der AG Rad wurde für Abstellanlagen an allen Eingängen zur Innenstadt plädiert.

Rothenbusch/Radweg LGS Ost

Die Arbeiten zum Ausbau des Radwegs LGS Ost vom Rothenbusch bis zum Anschluss an den Radweg R58 (Palatia-Radweg) befinden sich auf der Zielgeraden. „Nächste Woche sind wir bis auf Kleinarbeiten fertig“, kündigt der Leiter der Tiefbauabteilung, Martin Utech, an. In der neuen Fahrradstraße Im Rothenbusch werde das Parken noch neu geordnet, es soll neue Markierungen und Sicherheitstrennstreifen zu den Parkflächen geben. Es ist neben dem Radweg von der Haardtbrücke in Richtung Sportplatz Geinsheim, der im April 2025 fertiggestellt wurde, einer der wenigen „echten“ Radwege, die in Neustadt neu gebaut wurden.

Schulwege

Die Radverbände mahnten weiter die Sicherheit auf Schulwegen an. In der Villenstraße am Käthe-Kollwitz-Gymnasium sind Sicherheitstrennstreifen zu Parkflächen vorgesehen. Bevor die Fahrradstraße von dort bis zum Stadionbad verlängert werden kann, muss das Parken neu geordnet und die Feuerwehr eingebunden werden, erklärte Kuder auf Nachfrage. Am Leibniz fordern Eltern und Radverbände eine Fahrradstraße und die Freigabe der Einbahnstraßen im Umfeld für Radler. Kuder sagte, eine Fahrradstraße sei „kein Allheilmittel“. Baudezernent Bernhard Adams sprach von einer „kniffligen Situation“ und davon, sich professionelle Vorschläge für Lösungen einzuholen.

Exterstraße

Perspektivisch soll die Exterstraße ausgebaut werden, was laut Adams eine Baustelle über zwei Jahre bedeutet. „Das können wir uns vor der Landesgartenschau nicht erlauben“, sagte er und verwies unter anderem auf laufende Großprojekte wie in der Amalienstraße. Dennoch soll die Anbindung und die Fahrrad-/Fußgängerachse Wallgasse mit Sofortmaßnahmen verbessert werden. Dazu haben 2025 drei Anwohnerversammlungen stattgefunden. Ergebnis ist eine Variante mit Radschutzstreifen auf der Ostseite der Straße, die im April im Bauausschuss vorgestellt werden soll. Für die Radverbände „kein richtiger Schutz“, wie es in der AG Rad hieß. Doch auf der Westseite fehle vor dem Vollausbau der Platz für Radinfrastruktur, wie Kuder erklärte. Die Gewerbetreibenden hätten zudem Bedarf an Parkplätzen, und auf der Nord-Süd-Hauptverbindung müssten Rettungswege zum Überholen oder Ausweichen freibleiben.

Radverkehrskonzept

Für das neue Radverkehrskonzept sind drei aufeinander aufbauende Bürgerworkshops angesetzt: am 5. Mai, 16. September und 28. Oktober. Das soll Bürgern die Gelegenheit geben, noch Anmerkungen, Bedarfe und Gefahrenstellen mit einzubringen. Die Teilnahme ist nur bei Vorabanmeldung per E-Mail an verkehrsplanung@neustadt.eu möglich.

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